VB002 Wohnen

Von Steckdosen, Wasserhähnen, britischen Eigentumsleitern und deutschen Küchen

Diesmal geht es um Eigenheiten von Eigenheimen und das Wohnen in Großbritannien im allgemeinen. Kuriositäten der Strom- und Wasserinstallation kommen ebenso zur Sprache wie der flexible Umgang der Briten mit ihren Häusern. Churchill macht eine lauwarme Entdeckung bei Stalin, und die Welt schüttelt den Kopf über deutsche Küchen.

Unter anderem erwähnt werden Steckdosen, Mischbatterien, Winston Churchill, Josef Stalin, Teppichboden, doppelt-verglaste Fenster, die property ladder (Eigentumsleiter), der Housing Secretary (Wohnungsbau-Minister)  sowie die britischen TV-Sendungen Grand Designs und Relocation, Relocation.

11 Kommentare

    • Danke sehr! Der Sendeplan für dieses Jahr steht, und ich sammle schon fleißig Themen, die mir durchgerutscht sind. Und bisher klappt auch mein Produktionszeitplan ganz gut. Fingers crossed.

  1. Hi Sven, wieder ein klasse Beitrag – Spot on!

    Unser erstes Haus hier hatte tatsaechlich noch Teppich im Bad (und das war immerhin erst vor 7 Jahren) und auch unser aktuelles – Baujahr 1988 – hat separate Kalt- und Heisswasserhaehne. Die sehen zwar fast aus wie Einhandhebelmischer, aber tatsaechlich wird da nix gemischt, sondern der der kochend heisse und der eiskalte Wasserstrahl fliessen in 5mm Abstand aus dem selben Hahn…

    Ich bin selbst bekennender Fan der auf jedem Sender im Ueberfluss vorhandenen ‘property porn’ Sendungen. Neben Grand Designs und Location, Location, Location (zu dem das von Dir erwaehnte Relocation, Relocation der Spin-Off fuer Grosstadtfluechtige ist) habe ich waehrend unserer eigenen Haussuche auch ‘The Property Chain’ mit Kirsty Allsopp (von Location, Location…) zu schaetzen gelernt. Die Sendung ist ausschliesslich dem sehr englischen Phaenomen der ‘Chain’ gewidmet, die dadurch entsteht, dass zumeist der Kaeufer eines Hauses zugleich auch Verkaeufer seines alten Hauses ist und dessen Kaeufer auch etc. etc. Da aber oft alle am selben Tag ‘completen’ wollen (Schluesseluebergabe), reicht es, wenn bei einem der Kaeufer das Immobiliendarlehen nicht rechtzeitig auf dem Konto des Solicitors des Verkaeufers eingeht, so dass die gesamte Chain zusammenbricht… Unglaublich, aber wahr und kommt so haeufig vor, dass dem eine ganze Sendung gewidmet wurde. Da wir auf dem englischen Immobilienmarkt ‘First Time buyers’ waren, hatten wir keine ‘forward chain’, was uns bei Verkaeufern sehr beliebt machte.

    Double glazing hatte unser aktuelles Haus zum Glueck schon, aber auf der Suche nach einer neuen Haustuere (die unseren merkwuerdigen deutschen Vorstellungen von Abschliessbarkeit genuegen sollte), haben wir uns dummerweise einen Everest Vertreter ins Haus geholt, und es sofort bereut. Der Marktfuehrer fuer doppelverglaste Fenster entspricht leider genau dem Drueckerklischee der cold calls und Haustuergeschaefte.

    Freue mich schon auf die naechste Episode!

    Gruesse aus West Sussex

    • Danke für das Lob – und den E-Mail-Verkehr! Ich glaube, ich muss irgendwann noch einmal Sondersendungen mit “Leidensgenossen” einplanen. Und die abbrechende Chain bzw. das Umziehen innerhalb eines Tages habe ich tatsächlich auch nicht erwähnt. “Wie, einen Monat doppelt Miete zahlen – das geht doch gar nicht!” 🙂

  2. Kevin – Grand Designs – McCloud rules! Seine Sendung ist mit das Einzigste, das mir in meiner Zeit in England ans Herz gewachsen ist. 45 Minuten zum träumen – während ich in einem begehbaren Schrank für über 400 Pfund pro Monat lebte. Allerdings ist sein Versuch selber zeitgemäße, gut gestaltete und bezahlbare Wohnhäuser zu bauen eher gescheitert.

    • Die meisten Projekte bei Grand Designs sind ja schon beeindruckend, aber auch abschreckend. Viele Architekten, die sich selbst verwirklichen, oder Leute, die nicht wissen, worauf sie sich einlassen. Aber tolle Ideen sind da allemal dabei. Muss mir mal wieder ein paar aktuelle Folgen ansehen.

  3. Ich möchte mich nicht nur für die spannende Folge sondern generell für diese Super Podcast-Idee bedanken! Ich bin nämlich völlig britannophil, ich liebe das Land, die Leute, die Musik, die Kultur, den Humor, … das ist einfach meine Wahlheimat.

    Schade finde ich aber dass die Folgen so kurz sind! Ich hoffe zwar, dass ich dann oft mit Nachschub rechnen kann, aber ich hatte beim Hören manchmal den Eindruck, als könntest du zu dem jeweiligen Thema durchaus noch mehr Spannendes erzählen – ich würde es auf jeden Fall gerne hören!

    Aber wie gesagt – super Idee das Ganze! So einen Podcastwürde ich mir glatt für ein paar andere Länder wünschen 🙂

    • Vielen Dank dafür! Ich habe schon bei den letzten Aufnahmen gemerkt, dass die Folgen langsam automatisch etwas länger werden, aber ich will ja auch nicht (a) alles Pulver gleich verballern – ich konzentriere mich auf die Themen, von denen ich denke, dass sie zusammenpassen – und (b) möchte ich niemandem eine einstündige oder längere Folge Dozententum zumuten. Ach ja, und (c) war es wohl eine gute Entscheidung, (leider) nur alle zwei Wochen mal eine Folge zu machen, sonst käme ich nicht zu den ganzen anderen Sachen. 🙂

  4. Britische Wasserinstallationen lernte ich bislang nur auf Campingplätzen. Dort gelten abweichende Regeln (und damit meine ich jetzt nicht den allgegenwärtigen Münzeinwurfschlitz): es gibt auch dort zwei Wasserhähne – den für kaltes Wasser und den für ganz kaltes Wasser. Hat man dann irgendwo das Glück, doch mal Wasser zum Geschirrspülen zapfen zu können, das lauwarm ist, kostet das meistens noch einmal 50p extra und man findet es bei dem Hinweisschild “Caution! Water is extremely hot!” 🙂

  5. Pingback: Doku “Was die Briten lieben” online | Viva Britannia

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