VB077 Bits & Bobs 7

Was zu den bisherigen Folgen noch zu sagen ist

Hier wird fleißig ergänzt und gelegentlich korrigiert. Zum 90. Geburtstag der Königin mit doppelten Jahrestagen, vorgeschriebenen Reden und viel parlamentarischer Tradition - aber auch mit Fernseh-Abschieden, antiker Einwanderungskontrolle und Hunderten Toten beim Straßenbahnbau. Wo Mathematiker dank Homöopathie sterben, Napoleon vom linken Weg abkommt und es unter Bierfreunden gärt. Yours faithfully, Sven.

Ergänzt und korrigiert wir hier jeweils zu den Themen der folgenden Episoden…

VB068 Elisabeth II.: 90. Geburtstag, Queen’s Birthday, Queen’s Walkway, Windsor, Königstag in den Niederlanden, König Willem-Alexander.

VB016 Fernsehen: BBC Three, CBBCGavin & Stacey.

VB063 QI: Stephen Fry, Sandi Toksvig, Claus Toksvig, Cambridge Footlights (siehe auch VB042 Douglas Adams und VB043 Monty Python), Hugh Laurie, Emma ThompsonHave I Got News For You, BBC Radio 4 (siehe auch VB038 Radio), The News QuizWomen’s Equality Party, Debbie Toksvig, Officer of the Order of the British Empire (OBE).

VB022 Computerpioniere: George Boole, Lincoln, Cork, Mary Everest, Royal Society (siehe auch VB007 Wissenschaft), Royal Medal, Logikboolsche Algebra, Homöopathie.

VB059 Manchester / VB070 Gruseliges 2: Metrolink.

VB018 Politik / VB060 Politik 2: Parlamentseröffnung, Palace of Westminster, Gunpowder Plot (siehe auch VB014 Das Königshaus), Buckingham Palace, Sovereign’s Entrance, Reichsinsignien, Cap of MaintenanceTower of London, Oberhaus (House of Lords), Thron, Gentleman Usher of the Black Rod, Unterhaus (House of Commons), Charles I., Englischer Bürgerkrieg, Dennis Skinner, Thronrede (Queen’s Speech), Prime Minister’s Question Time (PMQs), Hansard Corpus.

VB069 James Bond & Co.: MI5, MI6, Cambridge Five, LGBT, Stonewall (UK).

VB073 Hörerfragen / VB053 Sprache: Briefanrede, Dear Ms. Miller, Yours sincerely, Dear Sir or Madam, Yours faithfully, DIN 5008One Word A Day (OWAD).

VB073 Hörerfragen / VB01 Autofahren: Linksverkehr, Französische Revolution, Napoleon Bonaparte, Savoy Court, Savoy Hotel.

VB075 Bier: Obergärig vs. untergärig.

VB076 England: Hadrianswall, Solway Firth, Newcastle-upon-Tyne, Northumberland.

Am Ende werden noch einmal kurz Svens Patreon-Seite und seine Bücher beim JMB-Verlag erwähnt sowie andere Mittel und Wege, Lob und Kritik für Viva Britannia los zu werden.

VB054 P. G. Wodehouse

Gentleman der Literatur

Keine Pflaume: Der britischste Autor, den niemand kennt. Hunderte humorvolle Romane, Geschichten und Bühnenstücke über die bessere englische Gesellschaft, geboren aus einer Jugend auf Landsitzen und im Internat. Von Erfolgen am Broadway und im West End, von Langeweile in Hollywood, gerechter Steuerflucht, luxuriöser Kriegsgefangenschaft, naiver Propaganda und jahrzehntelangem Lebensabend. Mit schweinezüchtenden Lords, blauäugigen Tunichtguten und cleveren Kammerdienern.

Es geht um Pelham “Plum” Grenville Wodehouse, vor allem auf Basis der tollen Biographie “P. G. Wodehouse: Gentleman der Literatur” von Martin Breit, dem Bruder von Hörer Sebastian Breit.

Zu seiner Jugend fallen die Stichworte Hongkong, die grüne Fries-Tür, sein Bruder und späterer Theosoph Armine Wodehouse, das Internat Dulwich College, die Grafschaften Surrey und Shropshire und seine Ausbildungsstelle HSBC.

Sein erster Roman war The Pothunters mit Schulgeschichten a la Burg Schreckenstein von Oliver Hassenkamp oder Harry Pottergewidmet drei Cousinen von Elizabeth Bowes-Lyon.

In den USA schrieb Wodehouse für Vanity Fair, heiratete Ethel Wodehouse, schrieb mit Something Fresh den ersten Roman der Blandings-Reihe um Lord Emsworth, die erste Kurzgeschichte um Reginald Jeeves und Bertie Wooster und eroberte dann mit Jerome Kern und Guy Bolton den Broadway in New York, zunächst mit dem Stück Oh Boy! Auch das Lied Bill im Musical Show Boat wurde von Wodehouse mitgeschrieben.

In England verdiente Wodehouse mit Beiträgen zum Magazin The Strand so viel wie Agatha Christie mit einem ganzen Roman. In Hollywood verdiente er noch mehr, aber er langweilte sich. Wegen Doppelbesteuerung ließ er sich schließlich im französischen Le Touquet nieder.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Wodehouse erst auf der belgischen Zitadelle von Huy interniert und dann im polnischen Lager Tost. Dank eines Artikels in der New York Times landete er bald im Hotel Adlon in Berlin, wo er für das Deutsche Reich fünf Radiosendungen machte, wofür er als Verräter gebrandmarkt wurde. Das Exil verbrachte er bei Anga von Bodenhausen in Degernshausen im Harz und in Paris.

Die BBC verbannte ihn erst, produzierte aber später u.a. den Film Heavy Weather mit Peter O’Toole. ITV verfilmte Jeeves & Wooster mit Hugh Laurie und Stephen Fry. Kurz vor seinem Tod wurde Wodehouse zusammen mit Charlie Chaplin zum Ritter geschlagen.

An früheren Viva-Britannia-Episoden werden erwähnt Folge 9 zum Feiern (wegen Hochzeiten), Folge 27 zu Sherlock Holmes (der zeitgleich im Strand-Magazin erschien), Folge 44 (wegen des Cricket-Teams von James Matthew Barrie), Folge 52 zu Winston Churchill und Folge 53 zur Sprache (wegen der Verwandtschaft von “wode” und “Wut”).

VB043 Monty Python

Die Hohepriester des britischen Humors

Knick-knack, zwinker-zwinker, das sagt mir alles: Das surreale Vermächtnis von fünf britischen Elite-Studenten und einem amerikanischen Studienabbrecher. Über künstlerische Freiheiten, wechselnde Kooperationen und effiziente Kulturbildung. Wie Pink Floyd dazu beitrug, dass König Artus einen Alkoholiker läuterte, was die Beatles mit der Bergpredigt zu tun haben, wie Alfred Biolek den Mythos der deutschen Humorlosigkeit zerstörte, und warum wir dank Monty Python immer wieder Dosenfleisch im Briefkasten haben. Und Finger weg von der Lachsschaumspeise!

In einer Sendung über die britische Komiker-Gruppe Monty Python geht es natürlich vor allem um deren Mitglieder Terry Jones, Michael Palin, Graham Chapman, John Cleese, Eric Idle und Terry Gilliam.

Im Zusammenhang mit der Oxford Revue und den Cambridge Footlights fallen auch die Namen von Dudley Moore, Rowan Atkinson, Al Murray, Stewart Lee und Richard Herring sowie Douglas Adams und John Lloyd (siehe Folge 42), Stephen Fry, Hugh Laurie, David Mitchell, Robert Webb, Richard Ayoade, John Oliver, Salman Rushdie und Prinz Charles.

Zusammengefunden haben die sechs Pythons über die BBC (siehe Folge 16) und The Frost Report mit David Frost, und ihre gemeinsame Fernsehsendung war Monty Python’s Flying Circus, von der es dank Alfred Biolek auch zwei deutsche Folgen unter dem Titel Monty Pythons Fliegender Zirkus gibt.

Bei den Filmen lassen wir And Now for Something Completely Different (dt. Monty Pythons Wunderbare Welt der Schwerkraft) links liegen und widmen uns ganz Monty Python and the Holy Grail (dt. Die Ritter der Kokosnuss) – finanziert von Pink Floyd, Led Zeppelin und Jethro Tull -, Life of Brian (dt. Das Leben des Brian) – produziert von George Harrison -, und The Meaning of Life (dt. Der Sinn des Lebens).

An weiteren Projekten werden erwähnt die Musicals Spamalot und Not the MessiahA Fish Called Wanda (mit Kevin Kline), Fawlty TowersTime Bandits12 Monkeys (mit Bruce Willis und Brad Pitt), The Fisher King (mit Jeff Bridges und Robin Williams) und The Zero Theorem (mit Christoph Waltz).

Neben dem tragischen 20jährigen Jubiläum mit Steve Martin und der Trauerfeier für Graham Chapman (hier ein YouTube-Video) geht es natürlich auch um die Abschiedsshow Monty Python Live (Mostly), die dieses Jahr in der Londoner O2-Arena aufgeführt wurde. Gäste waren hierbei unter anderem Stephen Fry, Simon Pegg, Eddie Izzard, Mike Myers sowie die Physiker Brian Cox und Stephen Hawking.

Der pythoneske Stil zeichnet sich durch Absurditäten, oft fehlende Pointen und den Bewusstseinsstrom aus, in dem einzelne Szenen in einander übergehen. Ihre Arbeit verkörpert das Wesentliche britischen Humors (siehe Folge 19). Außerdem verdanken wir Monty Python das Wort Spam für E-Mail-Müll.

Wer mehr über Monty Python hören möchte und etwa vier Stunden Zeit mitbringt, dem sei Folge 3 des Heißluftdampfers empfohlen, in dem Kapitän Olli und Kapitän Jörg von ihrer jahrzehntelangen Leidenschaft und ihrem Show-Besuch in London berichten.

VB019 Lustiges

Britischer Humor von Chaucer bis The Office

Now for something completely different: Wo tote Pfannen ein Erfolgsrezept sind, das die ganze Welt kopiert, selbst wenn es nur um den normalen Wahnsinn des Büroalltags geht. Wo politisches Kabarett und Comedy ebenso wenig ein Widerspruch sind wie Zurückhaltung und Anzüglichkeit. Von einbeinigen Australiern und cholerischen Walisern, von charaktervoller Surrealität und sinnlosen Spielshows. 42.

Das heutige Intro stammt von Russell Howard aus seiner Sendung Russell Howard’s Good News vom 5. Mai 2011.

In der Folge werden unter anderem erwähnt die britische Nationalhymne, Queen Elisabeth II., britischer Humor, trockener Humor, deadpan, Eddie Murphy, Louis de Funes, Mario Barth und Loriot. Es geht um Rowan Atkinson als Mr. Bean und später Blackadder, um Gavin and Stacey, Outnumbered, Coupling, Spaced, IT Crowd und The Office – sowohl mit Ricky Gervais als auch Steve Carell und Stromberg.

Die Rede ist von Selbstironie, Absurdität, Surrealität und Satire, schwarzen Humor und Anzüglichkeiten (innuendo). Erwähnt werden neben Doktor Schiwago auch Monty Python einschließlich Terry Gilliam, ihr Flying Circus, Die Ritter der Kokosnuss und Das Leben des Brian. Douglas Adams ist mit Hitchhiker’s Guide to the Galaxy und Dirk Gently’s Holistic Detective Agency vertreten. Es fallen ferner Red Dwarf, Shooting Stars und The Mighty Boosh.

Weiter geht es mit den Filmen Four Lions vs. Schtonk! und den Fernsehformaten Der Tatortreiniger vs. The League of Gentlemen, die die Goldene Rose von Montreux abräumte. George Carlin redet über die bekannten 7 dirty words, und wieder muss Vier Hochzeiten und ein Todesfall als Beispiel herhalten. Zu Anzüglichkeiten fallen Geoffrey Chaucer mit den Canterbury Tales und Tom Sharpe mit Wilt (Puppenmord). Zum Thema Politsatire werden Yes Minister und The Thick of It erwähnt, sowie Spitting Image.

Als Beispiele für Panel-Shows kommen vor Have I Got News For You, Mock the Week, Never Mind the Buzzcocks, QI und Genial daneben.

Zu Stand-up-Comedy werden erwähnt Live at the Apollo und der Edinburgh Fringe. An konkreten Comedians empfehle ich (in unterschiedlichem Maße) Dara O’Briain, Rhod Gilbert, Michael McIntyre, Jimmy Carr, Billy Connolly und Adam Hills. Deutsche Vertreter sind Michael Mittermeier und Henning Wehn.

Schließlich schiebe ich noch hinterher Wallace & Gromit, Morecambe & Wise, Stephen Fry & Hugh Laurie, die Carry on-Filme, Peter Sellers und Terry Pratchett.