VB074 Dankeschön 2015

Ein kleiner Jahresrückblick

Sven reflektiert das dritte Jahr von Viva Britannia, dankt all denen, die dieses Projekt möglich machen, und blickt voraus nach 2016.

Im Jahresrückblick kommen wir auf zwei Interview-Folgen mit Alexander Trautrims und Lars Klawitter, zwei Bits&Bobs-Folgen 55 und 66, die zweite Vor-Ort-Folge, diese Dankeschön-Episode und 18 weitere inhaltliche Folgen. Darunter waren zwei Themen – Okkultes und Hörerfragen – die den Viva-Britannia-Patronen auf Patreon zu verdanken waren. Schaffen wir 2016 vielleicht den dritten Patreon-Meilenstein?

Parallel war Sven dieses Jahr nicht nur beim Psychotalk sondern auch bei This Week in Germany und zusammen mit Anja in einer Folge des Urlaubs-Podcasts zu hören.

Das zweite Buch von Viva Britannia mit den überarbeiteten Folgen des Jahres 2014 ist mittlerweile auch beim jmb-verlag erhältlich – dem Verlag, dem Podcaster vertrauen.

Im Laufe des Jahres hat sich Viva Britannia aus unterschiedlichen Gründen von YouTube und ADN verabschiedet, aber Twitter und Facebook werden nach wie vor bedient. Mit neu im technischen Repertoire ist dafür der Podcast-Hoster Podseed (u.a. dank Toby Baier vom Einschlafen-Podcast)Zur Technik werden ansonsten wieder einmal dankend erwähnt die Audio-Software Reaper, das UltraschallProjekt von Ralf Stockmann, der Audio-Dienst Auphonic, das Podlove-Wordpress-Plugin und der Webhoster Uberspace.

Explizit gedankt wird neben den Viva-Britannia-Top-Patronen auch Alexa “Hoaxmistress” Waschkau (Hoaxilla), Alexander “Hoaxmaster” Waschkau (HoaxillaPsychotalkSchall und Rauch), Sebastian Bartoschek (BartocastPsychotalk), Christian Bednarek (Schall und Rauch), Mirko “Der Buddler” Gutjahr (AngegrabenDas geheime Kabinett), Holger “Holgi” Klein (WRINT), Christoph Raffelt (OriginalverkorktWRINT: Flaschen), Chris Marquardt (TFTTFWRINT: Fotografie), Sven Mencke (CulinaricastWRINT: Kombüse), Toby Baier (Einschlafen PodcastWRINT: Realitätsabgleich), Andrea Diener (FAZWRINT: Zum Thema), Nicolas Wöhrl und Reinhard Remfort (Methodisch Inkorrekt), Skeptics with a K, No Such Thing As A Fish, und natürlich der wunderbaren Anja und allen Hörerinnen und Hörern!

VB071 Einbürgerung (mit Lars Klawitter)

Der Weg zum britischen Pass

Wie man als Deutscher (zusätzlich) britischer Staatsbürger wird: Lars erzählt als Versuchskaninchen seiner Familie von zehn Monaten mit Anträgen, Führungszeugnissen, Sprach- und Landeskundetests. Wo fünf Jahre eigentlich sechs sind, man vor dem Sheriff die Wahl des Treueschwures hat, der Pass immer noch einen Schritt weiter entfernt ist, die Gebühren immer weiter steigen und das Postamt beim Ausfüllen von Formularen hilft.

Lars Klawitter lebt seit neun Jahren auf der Insel und hat in den vergangenen zehn Monaten als erster seiner Familie das Verfahren zur Einbürgerung im Vereinigten Königreich – also der Erlangung der British citizenship – durchlaufen. Wir sprechen über deutsche und britische Staatsbürgerschaft, die Möglichkeit der doppelten Staatsbürgerschaft für EU-Bürger, und die Gründe, warum man so etwas vielleicht möchte.

Für den Antrag beim Innenministerium (Home Office) muss man seit mindestens einem Jahr ein unbeschränktes Aufenthaltsrecht (indefinite leave to remain) auf der Insel nachweisen – was EU-Bürger mit britischem Wohnsitz (legal residence) nach fünf Jahren haben aber nicht automatisch verbrieft bekommen – und ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen. Außerdem gilt es, einen Sprachtest zu machen (mit einem Ergebnis von mindestens “B1” gemäß dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen) sowie einen Landeskundetest zu bestehen. Auf letzteren kann man sich mit dem Buch Life in the UK oder der entsprechenden Smartphone-App vorbereiten. Der amerikanische Autor Bill Bryson beschreibt seine Erlebnisse mit dem britischen Landeskundetest in Kapitel 3 seines Buches The Road to Little Dribbling.

Hat das alles geklappt, wird man zur Einbürgerungsfeier (citizenship ceremony) bei der Gemeinde (Council)eingeladen, bei der es gilt, einen Oath bzw. eine Affirmation of Alliance gegenüber dem Monarchen abzugeben sowie eine Citizenship Pledge, die Gesetze und Werte des Vereinigten Königreichs einzuhalten. Das ganze endet mit dem Singen der Nationalhymne.

Die Beantragung des begehrten britischen Reisepasses ist auch dank des fehlenden Meldewesens (siehe Folge 6) ein separater Prozess, ebenso wie die Änderung im Wählerregister, damit man fortan auch in Parlamentswahlen (general elections; siehe Folge 60) mit abstimmen kann.

Die offizielle amtliche Beschreibung der Einbürgerung findet sich hier. Der Prozess ist nicht billig, und die Gebühren dafür steigen auch noch.