VB056 Terry Pratchett

Der Herr der Scheibenwelt

Der leider notwendige Nachruf auf den erfolgreichsten britischen Autor der 1990er. Wie Vielschreiber Terry Sven zu dem machte, was er heute ist, und nebenbei bewies, wie humorvoll und philosophisch Fantasy-Romane sein können. Von überhaupt nicht flachen Welten, Kernkraftwerken, dem Usenet, fleischfressenden Pflanzen und aus Meteoriten geschmiedeten Schwertern. Über Alzheimer, selbstbestimmtes Sterben und einen Tod, den niemand fürchten soll. Ganz ohne Fußnoten, aber mit Orang-Utan. Ook!

Bei Svens Erinnerungen an sein Leben mit Terry Pratchett werden unter anderem erwähnt Rollenspiele wie Das Schwarze Auge, Astronomie, der Amstrad CPC 464 (siehe auch Folge 22), das Usenet, die Newsgroup alt.fan.pratchett, die lit.COLOGNE, die Energiewirtschaft, Kernkraftwerke und Pressestellen.

Zu Terry Pratchetts Biographie fallen die Stichworte Buckinghamshire, die Werke von H. G. Wells und Arthur Conan Doyle (siehe auch Folge 27), das englische Abitur (siehe auch Folge 10), die Buck Free Press, der Colin Smythe, das Central Electricity Generating Board (CEGB), das West Country (siehe auch Folge 41), der Atomunfall von Three Mile Island 1979,  J. K. Rowling und Harry Potter, Terrys Frau Lyn, ihre gemeinsame Tochter Rhianna Pratchett, deren Mitarbeit bei den Computerspielen Tomb RaiderHeavenly Sword und Overlord, fleischfressende Pflanzen, der World Fantasy Award, die Carnegie-Medaille, Terrys Schlag zum Ritter, die International Discworld Convention und Terrys Assistent Rob Wilkins.

Im traurigeren Teil geht es um Alzheimer und insbesondere posteriore kortikale Atrophie (PKT, Benson-Syndrom) und das Recht auf selbstbestimmtes Sterben.

Im Zusammenhang mit Terry Pratchetts Werk geht es natürlich um die Scheibenwelt mit Charakteren wie dem Zauberer Rincewind, Hexe Granny Weatherwax, Jung-Hexe Tiffany Aching, Commander Vimes und die Stadtwache von Ankh-Morpork, den Patrizier Lord Vetinari, die Zauberer der Unseen University einschließlich ihres Bibliothekars1 und dem Computer Hex, dem Geschäftsmann Moist van Lipwig, oder dem Tod2 persönlich.

Eine detaillierte Übersicht der Scheibenwelt-Bücher und ihrer Untergruppen gibt es hier. In der Folge konkret erwähnt werden The Colour of Magic (Die Farben der Magie)3, The Light Fantastic (Das Licht der Phantasie), Mort (Gevatter Tod), Pyramids (Pyramiden)3, Small Gods (Einfach göttlich)3, The Amazing Maurice and his Educated Rodents (Maurice der Kater), The Wee Free Man (Kleine freie Männer)3 und Raising Steam (Toller Dampf voraus).

Weitere Nicht-Scheibenwelt-Werke sind The Carpet People (Die Teppichvölker), The Dark Side of the Sun (Die dunkle Seite der Sonne), Strata (Strata), die Nomen-Trilogie (deutsch hier), die Bücher um Johnny Maxwell (deutsch hier), Nation (Eine Insel), Dodger (Dunkle Halunken), das mit Neil Gaiman verfasste Good Omens (Ein gutes Omen)3 und die mit Stephen Baxter verfassten Werke um The Long Earth (Die Lange Erde).

Als klassische Fan-Seite zu Terry Pratchett sei der L-Space empfohlen.

Ook!
OOK?
Von Sven zum Einstieg empfohlen

VB019 Lustiges

Britischer Humor von Chaucer bis The Office

Now for something completely different: Wo tote Pfannen ein Erfolgsrezept sind, das die ganze Welt kopiert, selbst wenn es nur um den normalen Wahnsinn des Büroalltags geht. Wo politisches Kabarett und Comedy ebenso wenig ein Widerspruch sind wie Zurückhaltung und Anzüglichkeit. Von einbeinigen Australiern und cholerischen Walisern, von charaktervoller Surrealität und sinnlosen Spielshows. 42.

Das heutige Intro stammt von Russell Howard aus seiner Sendung Russell Howard’s Good News vom 5. Mai 2011.

In der Folge werden unter anderem erwähnt die britische Nationalhymne, Queen Elisabeth II., britischer Humor, trockener Humor, deadpan, Eddie Murphy, Louis de Funes, Mario Barth und Loriot. Es geht um Rowan Atkinson als Mr. Bean und später Blackadder, um Gavin and Stacey, Outnumbered, Coupling, Spaced, IT Crowd und The Office – sowohl mit Ricky Gervais als auch Steve Carell und Stromberg.

Die Rede ist von Selbstironie, Absurdität, Surrealität und Satire, schwarzen Humor und Anzüglichkeiten (innuendo). Erwähnt werden neben Doktor Schiwago auch Monty Python einschließlich Terry Gilliam, ihr Flying Circus, Die Ritter der Kokosnuss und Das Leben des Brian. Douglas Adams ist mit Hitchhiker’s Guide to the Galaxy und Dirk Gently’s Holistic Detective Agency vertreten. Es fallen ferner Red Dwarf, Shooting Stars und The Mighty Boosh.

Weiter geht es mit den Filmen Four Lions vs. Schtonk! und den Fernsehformaten Der Tatortreiniger vs. The League of Gentlemen, die die Goldene Rose von Montreux abräumte. George Carlin redet über die bekannten 7 dirty words, und wieder muss Vier Hochzeiten und ein Todesfall als Beispiel herhalten. Zu Anzüglichkeiten fallen Geoffrey Chaucer mit den Canterbury Tales und Tom Sharpe mit Wilt (Puppenmord). Zum Thema Politsatire werden Yes Minister und The Thick of It erwähnt, sowie Spitting Image.

Als Beispiele für Panel-Shows kommen vor Have I Got News For You, Mock the Week, Never Mind the Buzzcocks, QI und Genial daneben.

Zu Stand-up-Comedy werden erwähnt Live at the Apollo und der Edinburgh Fringe. An konkreten Comedians empfehle ich (in unterschiedlichem Maße) Dara O’Briain, Rhod Gilbert, Michael McIntyre, Jimmy Carr, Billy Connolly und Adam Hills. Deutsche Vertreter sind Michael Mittermeier und Henning Wehn.

Schließlich schiebe ich noch hinterher Wallace & Gromit, Morecambe & Wise, Stephen Fry & Hugh Laurie, die Carry on-Filme, Peter Sellers und Terry Pratchett.