VB049 Essen 2

Mehr britisches Essen und vor allem Gebäck

Backe-backe-Kuchen. Gestärkt mit schottischen Eiern und einem reichhaltigen Frühstück geht es direkt zum Nachmittagstee. Wo das Krümelmonster grundlos nervös wird, über den großen Teich auch große kulinarische Sprachverwirrung herrscht, und selbst ein Back-Wettbewerb ein Quotenhit wird. Wenn vom deutschen Adel gerade mal ein Kuchen übrig bleibt und manchmal nichts über Kondensmilch geht. Wohl bekomms!

Im Nachgang zur kürzlichen London-Reise geht es erst um Scotch eggs (angeblich erfunden von Fortnum & Mason) und die English Breakfast Society (EBS). Über die Unterscheidung des afternoon tea vom high tea kommen wir dann auf Gebäck.

Wie in der Szene zwischen Krümelmonster und John Oliver deutlich wird, unterscheiden sich Amerikaner und Briten in der Verwendung der Wörter cookie, biscuit, cake und scone.

Britisches Gebäck pur gibt es in der BBC-Sendung The Great British Bake Off mit Mary Berry, Paul Hollywood, Mel Giedroyc und Sue Perkins – nicht zu vergleichen mit Das Große Backen auf Sat.1 mit Enie van de Meiklokjes.

Bei konkretem Backwerk geht es erst um die Bakewell Tart (vs. den Bakewell Pudding) samt Mandelcreme (frangipane). Zum Battenberg Cake geht es zwangsläufig um das Geschlecht der Battenbergs bzw. Mountbattens mit einem Rückgriff auf Folge 14 zum Königshaus. Den Abschluss macht der Banoffee Pie mit Toffee aus Kondensmilch.

VB048 London (vor Ort)

Eindrücke von vier Tagen in der Hauptstadt

Auf an die Themse, in Flügen, Zügen und der Röhre! Von Museen mit Beutekunst, Comic-Figuren aus Walross-Zähnen, nächtlichen Parties und überraschenden Warteschlangen. Wo überall Schauspieler lauern, unzählige Biersorten locken und man sich herzhaft überfressen kann. Zu Gast in einer der gemütlichsten Großstädte der Welt, mit praktischen Tipps zum Wie und Wohin.

Sven war in London!

In Ergänzung zu Folge 45 zur allgemeinen Reiseplanung geht es zur Anreise in die Hauptstadt um den Eurostar-Zug und um die Flughäfen Heathrow, Luton, Stansted, Southend, Gatwick und City.

In der Stadt kommt man dann vor allem mit der London Underground bzw. Tube voran, samt Netzplan nach Harry Beck, gern auch mit Hilfe von Smatphone-Apps wie Citymapper, vor allem aber mit der Oyster Card, die man hier aus dem Ausland vorbestellen kann.

Untergekommen war Sven in Kensington, wo man auf der Kensington High Street fast so gut shoppen kann wie auf der Oxford Street. Neben einer Filiale von Waterstone’s findet man dort auch das Café Balans für ein ordentliches Frühstück, das einen fit macht für einen Spaziergang durch den nahen Hyde Park.

Das British Museum hat Sven mit einer der unzähligen Touren von London Walks besichtigt. Zu verdanken haben wir das Museum (ebenso wie wesentliche Teile der British Library) dem Nachlass von Hans Sloane. Hier gibt es neben der aktuellen Sonderausstellung “Germany: Memories of a Nation” (samt BBC Radio 4-Serie und Buch von Neil MacGregor) natürlich auch dauerhaft zu sehen den Stein von Rosetta (nach dem die aktuelle ESA-Kometen-Mission benannt ist), die sogenannten Elgin Marbles – Friese vom Parthenon in Athen -, assyrische Darstellungen einer königlichen Löwenjagd, den angelsächsischen Schatz von Sutton Hoo, und die norwegischen Schachfiguren aus Walross-Elfenbein, gefunden auf der schottischen Insel Lewis.

In Kensington finden sich dann auch noch das Science Museum (mit den Science Museum Lates am jeweils letzten Mittwoch im Monat), das Natural History Museum (besonders beliebt bei Familien in den Schulferien) und das Victoria & Albert Museum (zu Kunst und Design).

Den Borough Market in Southwark direkt an der Haltestelle London Bridge hat unter anderem Jamie Oliver bekannt gemacht. Hier befindet sich auf die Bar The Rake, die Freunden von internationalen Bieren ebenso viel Freude machen dürfte wie der Pub der Craft Beer Co. in Covent Garden.

Zum Essen empfohlen seien weiterhin die asiatisch angehauchten Etablissements von ITSU (verwandt mit Pret-a-manger), das indische Restaurant Roti Chai (Danke an Holgi!), und der Gastro-Pub Hereford Arms in Kensington.

Am Rande erwähnt werden dann noch die Kunstinstallation am Tower zum Gedenken an den Ersten Weltkrieg, die Premiere von Interstellar u.a. mit Michael Caine und das Musical The Book of Mormon.

VB047 Popmusik (mit Erik Wenk)

Vom Skiffle bis zum Dubstep

King Crimson statt King Henry VIII.: Mit Erik Wenk geht es durch 50 Jahre britische Popmusik. Warum seit den Beatles die British Invasion nie so richtig aufgehört hat, egal ob es psychedelisch, progressiv oder punkig zugeht - bis jetzt eigentlich alles erfunden ist. Von musikalischen Meilensteinen und technischem Fortschritt, mit über 100 Musikern und einem Dutzend Anspiel-Tipps.

Den Gast dieser Sendung, Journalist und Podcaster Erik Wenk, findet Ihr auf Twitter, seiner Seite elfenbeinbungalow.de sowie bei funkUP Campusradio Potsdam. Flattrt ihn fleißig!

Zu Beginn sprechen wir ganz kurz über Folk Music und klassische Musik von der Insel, mit Heinrich VIII., Georg Friedrich Händel, Edward Elgar, Gustav Holst, Benjamin BrittenRalph Vaughan Williams und Andrew Lloyd Webber.

Das Gespräch über Popmusik beginnen wir mit US-Einflüssen wie Blues, Swing, Jazz und Rock ‘n’ Roll, z.B. mit Elvis Presley.

Die Beatmusik (nicht zu verwechseln mit der Beat Generation) entstand aus dem Skiffle, mit Band wie The Beatles, The Rolling Stones, The Who, The Kinks,  The Troggs und The Animals. Die Beatlemania (u.a. mit ihrem US-Chart-Rekord im April 1964) war der Start der British Invasion. Später erwähnt Erik auch das Beatles-Konzert von 1965 im Shea-Stadium in New York City.

Anspiel-Tipp: Beatles – A Hard Day’s Night

Neu in dieser Zeit waren das Konzept der Rockband (mit Lead-Gitarre und Rhythmus-Gitarre), die Bedeutung von Musikalben bis hin zu Konzeptalben, Lyrics (wie bei Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band von den Beatles), und die Verwendung von Samples, Overdubs, Gitarren-Feedbacks und rückwärts abgespielte Passagen (backward masking).

Beim Psychedelic Rock geht es um Jimi Hendrix, die Hippies, Drogen wie LSD, ungewöhnliche Instrumente wie die Sitar und den Einsatz von Synthesizern. Erwähnt werden die Beatles-Single Lucy in the Sky with Diamonds und das Album Rubber Soul sowie die Bands Pink Floyd, Cream (mit Eric Clapton), und The Pretty Things.

Anspiel-Tipp: Pink Floyd – Astronomy Domine

Zu Singer-Songwritern fallen Bob Dylan, Donovan (mit Atlantis und Universal Soldier), Paul Simon, Bruce Springsteen, Cat Stevens und Nick Drake (mit Pink Moon in einer VW-Werbung).

Anspiel-Tipp: Donovan – Catch the Wind

Beim Blues Rock werden erwähnt Fleetwood Mac (und ihr späteres Album Rumours), Alexis Korner, Jeff Beck und Rory Gallagher.

Anspiel-Tipp: Fleetwood Max – Oh well

Zum Hard Rock fallen die Led Zeppelin, Black Sabbath, Deep Purple, Queen, Judas Priest und Uriah Heep.

Anspiel-Tipp: Led Zepplin – Whole lotta love

Beim Glam Rock geht es um David Bowie (alias Ziggy Stardust), T-Rex (mit Mark Bolan), Roxy Music (mit Brian Eno, später bedeutend in der Ambient Music), wieder Queen, Elton John sowie die Amerikaner Alice Cooper und Kiss.

Anspiel-Tipp: David Bowie – Ziggy Stardust

Beim Progressive Rock (Prog) sprechen wir über die frühen Werke von Genesis, Yes, King Crimson, Emerson, Lake & Palmer, Jethro Tull, Mike Oldfield (mit Tubular Bells, unter anderem aus Der Exorzist), Pink Floyd (mit The Dark Side of the Moon und The Wall).

Anspiel-Tipp: Genesis – The Musical Box

Zu Punk Rock erwähnt Erik Iggy Pop und The Stooges, MC5, Ramones, Sex Pistols, The Clash und The Damned.

Anspiel-Tipp: Sex Pistols – God Save the Queen

Bei der New Wave of British Heavy Metal fallen Iron Maiden, Judas Priest, Motörhead und Saxon. Außerdem werden die Varianten Thrash Metal, Speed Metal und Power Metal erwähnt.

Anspiel-Tipp: Iron Maiden – Running Free

Zu Post-Punk / New Wave bzw. Gothic Rock werden erwähnt Joy Division, Wire, The Fall, The Cure, Siouxsie and the Banshees, The Police (mit Sting) und Ultravox, sowie The Smiths (mit Morrissey) als Vorläufer des Indie Rock.

Anspiel-Tipp: Joy Division – She lost control

Beim Synthie Pop fallen Depeche Mode, Visage, New Order, Talk Talk, Eurythmics, The Buggles und die Pet Shop Boys.

Anspiel-Tipp: Depeche Mode – People are People

Zur Second British Invasion werden noch erwähnt die Dire Straits und Duran Duran. Als erstes Musikvideo bei MTV lief damals Video Killed the Radio Star von The Buggles.

Über die von den USA geprägten 1980er gehen wir schnell hinweg, mit einer kurzen Erwähnung von Madonna, Prince, Michael Jackson, Hip-Hop, House und Grunge.

Dann schlägt die Stunde des Britpop mit Oasis, Blur, Radiohead, The Verve, Pulp, Suede und Supergrass.

Anspiel-Tipp: Blur – Girls and Boys

Es folgen Drum ’n’ Bass mit Breakbeats aus dem Funk, sowie Trip-Hop (alias Bristol-Sound). Erwähnt werden Massive Attack, Portishead, Underworld, Orbital, The Prodigy und The Chemical Brothers.

Anspiel-Tipp: Prodigy – Firestarter

Zum Indie Rock geht es dann um The Strokes, Franz Ferdinand, Maxïmo Park, Arctic Monkeys, The Kooks, Kaiser Chiefs, Editors und Bloc Party.

Am Ende erwähnen wir noch British Soul / Neo-Soul mit Amy Winehouse und Adele, Dubstep, die Sendung Die Musik der Nullerjahre von funkUP (bei der Erik über die Zukunft der Popmusik philosophiert) und die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele 2012 in London. Und damit haben wir sogar den Übergang zur nächsten Sendung…

Und hier noch einmal alle Anspiel-Tipps gesammelt:

Beat: Beatles – A Hard Day’s Night
Psychedelic Rock: Pink Floyd – Astronomy Domine
Singer-Songwriter: Donovan – Catch the Wind
Blues Rock: Fleetwood Max – Oh well
Hard Rock: Led Zepplin – Whole lotta love
Glam Rock: David Bowie – Ziggy Stardust
Progressive Rock: Genesis – The Musical Box
Punk Rock: Sex Pistols – God Save the Queen
Heavy Metal: Iron Maiden – Running Free
New Wave: Joy Division – She lost control
Synthie Pop: Depeche Mode – People are People
Britpop: Blur – Girls and Boys
Big Beat: Prodigy – Firestarter

VB046 Rechtliches

Von Gesetzen, Gerichten und Anwälten

Wir drehen uns in Rechtskreisen: Vom römisch-germanischen zum anglo-amerikanischen. Mit Sheriffs, fahrenden Richtern und teuflischen Tutoren. Über einen Mord in der Kathedrale, einen zahlenlosen König und Casanovas Auszeit in London. Eine Folge voller Advocates, Barristers und Solicitors, mit Civil, Common, Criminal und Statute Law und allem dazwischen. Und die Schotten machen wieder (fast) alles anders.

Bei den allgemeinen juristischen Begriffsklärungen werden erwähnt der germanisch-römische Rechtskreis (civil law), der anglo-amerikanische Rechtskreis (common law), Zivilrecht vs. Strafrecht (civil law vs. criminal law), die Staatsgewalten Gesetzgebung (Legislative) und Rechtsprechung (Judikative), das Präzedenz-Prinzip, Jurys, und die staatliche Gesetzgebung (statute law). An deutschen Vorschriften fallen das Grundgesetz, das Bürgerliche Gesetzbuch und das Strafgesetzbuch.

Zur englischen Rechtsgeschichte geht es zunächst um die Angelsachsen, die shires, shire courts und Sheriffs. Dann kommen die Normannen bzw. die Plantagenets (siehe auch Folge 13) mit Heinrich II. und Heinrich dem Jüngeren sowie Thomas Becket und Papst Alexander III. Unter Johann Ohneland kommt es schließlich zur Magna Carta, bei Heinrich III. zur Gründung des Parlaments und unter Heinrich VIII. zur Rechtseingliederung von Wales (siehe auch Folge 30). Es folgen Bemerkungen zum Rechtssystem in Nordirland und  Schottland (Scots law).

Zu Gerichten werden erwähnt County Courts, Magistrates’ Courts, Crown Courts (wie der Old Bailey, ehemals neben Newgate Prison), der High Court of Justice, der Court of Appeal und der Supreme Court of the United Kingdom. In Schottland gibt es noch die Sheriff Courts, die Justice of Peace Courts, den High Court of Justiciary, den Sheriff Principal, das Outer House und das Inner House of the Court of Session.

Bei den Anwälten werden die Begriffe attorney, proctor, solicitor, barrister und advocate erläutert, sowie die Inns of Court und die Faculty of Advocates, die auch das devilling durchführen. Zum Schluss geht es um die Gerichtskleidung (court dress) samt Perücken und die entsprechende Reform von 2008.

VB045 Reiseplanung

Das Wichtigste für Insel-Touristen

Auf vielfachen Wunsch eine praktische Reiseführer-Folge: Im Schnelldurchgang durch Anreise, Einreise, Rumgereise, Unterkunft, Verpflegung und Notfälle. Warum es keine perfekte Reisezeit gibt, das eigene Auto nicht wirklich sinnvoll ist, und man immer Tee machen und Sandwiches essen kann. Von Adaptersteckern, B&Bs und Congestion Charges. Wo Trinkwasser, Internet und Museen kostenlos sind, aber die Unterkunft die Welt kosten kann.

Zum Thema Reiseplanung werden viele Themen aus früheren Folgen kurz wieder aufgegriffen, zum Beispiel zu den grundlegenden Insel-Begrifflichkeiten (VB000), der Einreise (VB006), der britischen Elektrik (VB002 und VB044), dem Gesundheitssystem (VB031), dem Autofahren (VB001), dem Essen (VB008), Pubs (VB005), was man wo kaufen kann (VB028) und natürlich dem Wetter (VB017).

Unter den neu erwähnten Themen sind der Eurostar, Quarantänebestimmungen für Tiere, Park- und Halteverbotskennzeichnungen, die Londoner Straßengebühr (congestion charge), das Bewertungssystem für Unterkünfte sowie die standardmäßigen tea and coffee making facilities (TCMF) in selbigen.

An Informationsportalen weden empfohlen visitbritain.com und Tripadvisor.

VB044 Bits & Bobs 4

Was zu den bisherigen Folgen noch zu sagen ist

Hier wird fleißig ergänzt und gelegentlich korrigiert. Von cleveren Steckern und unsportlichen Schriftstellern, geraubten Raubvögeln und falscher Ausgewogenheit. Wo ein Museum Mauern gegen Studenten hochzieht, französische Mönche ihr Kloster kopieren, vermeintliche Ägypter medienwirksam heiraten und mörderische Leichenfledderer letztlich selbst gefleddert werden. Mit Kühen statt Schweinen, peinlichen Rechenfehlern und gelegentlicher Sprachverwirrung.

Diese Folge ist meinem Vater Bernd Rudloff gewidmet, der am 19.09.2014 überraschend verstarb.

Ergänzt und korrigiert wir hier jeweils zu den Themen der folgenden Episoden…

VB002 Wohnen / VB011 Bits & Bobs 1: Netzstecker-Design nach Things You May Not Know.

VB012 Sport: Rugby vs. Rugby, William Webb Ellis, Cricket, The Allahakhbarries, James Matthew Barrie (Peter Pan), Joseph Thomson, Rudyard Kipling, H. G. Wells, Arthur Conan Doyle (Sherlock Holmes, siehe Folge 27), P. G. Wodehouse,  G. K. Chesterton, “allahu akbar”Peter Pan’s First IX von Kevin TelferRufus the Hawk, Wimbledon.

VB030 Wales: Erik Wenk vom ElfenbeinbungalowMan, John Cale, Lou ReedThe Velvet Underground, Roald Dahl (Charlie und die Schokoladenfabrik, James und der Riesenpfirsich, Matilda – auch als Musical von Tim Minchin).

VB034 BCA vs. Singh: Simon Singh, BBC, false balance (falsche Ausgewogenheit), John OliverLast Week Tonight, “Gibt es Hüte?” (Ausschnitt aus Olivers Sendung).

VB003 Edinburgh / VB035 Edinburgh 2 / VB036 Interview: Spuk in Edinburgh: National Museums / Royal MuseumUniversity of Edinburgh, The Surgeons’ Hall, Robert Knox, William Burke, William Hare.*

VB037 Das Haus Hannover: Wilhelm / William IV., Adelheid von Sachsen-Meiningen, Adelaide vs. Adelaide.

VB038 Radio: BBC World Service.

VB039 Zur See: Kap Hoorn vs. Kap der Guten Hoffnung.

VB040 Bevölkerung: Pavee (Irish Travellers), Roma, Big Fat Gypsy Weddings, Channel 4.

VB041 Cornwall: Mont-Saint-Michel vs. St. Michael’s Mount, Benediktiner, Wilhelm / William I., Heinrich / Henry V., National Trust.

VB042 Douglas Adams / VB043 Monty Python: Kuh statt Schwein im Restaurant am Ende des Universums, Ken Welsh, Lachs im Zweifel, 45 statt 55 Jahre, The Meaning of Liff vs. The Meaning of Life.

Zum Schluss gibt es noch einen Hinweise auf das Viva-Britannia-Podcaster-Sandwich beim Hobbykoch-Podcast, Svens Podcaster-Portrait bei radiomono und den YouTube-Kanal Anglophenia von Siobhan Thompson.

*P.S.: Erst nach der Produktion dieser Folge habe ich die Episode Die Mörderpuppen von Edinburgh des tollen Podcasts Das geheime Kabinett gehört. Darin empfiehlt Mirko “Der Buddler” Gutjahr nicht nur Viva Britannia, sondern behandelt auch eine archäologische Kuriosität, die eventuell im Zusammenhang mit Burke & Hare steht. Hörempfehlung!

VB043 Monty Python

Die Hohepriester des britischen Humors

Knick-knack, zwinker-zwinker, das sagt mir alles: Das surreale Vermächtnis von fünf britischen Elite-Studenten und einem amerikanischen Studienabbrecher. Über künstlerische Freiheiten, wechselnde Kooperationen und effiziente Kulturbildung. Wie Pink Floyd dazu beitrug, dass König Artus einen Alkoholiker läuterte, was die Beatles mit der Bergpredigt zu tun haben, wie Alfred Biolek den Mythos der deutschen Humorlosigkeit zerstörte, und warum wir dank Monty Python immer wieder Dosenfleisch im Briefkasten haben. Und Finger weg von der Lachsschaumspeise!

In einer Sendung über die britische Komiker-Gruppe Monty Python geht es natürlich vor allem um deren Mitglieder Terry Jones, Michael Palin, Graham Chapman, John Cleese, Eric Idle und Terry Gilliam.

Im Zusammenhang mit der Oxford Revue und den Cambridge Footlights fallen auch die Namen von Dudley Moore, Rowan Atkinson, Al Murray, Stewart Lee und Richard Herring sowie Douglas Adams und John Lloyd (siehe Folge 42), Stephen Fry, Hugh Laurie, David Mitchell, Robert Webb, Richard Ayoade, John Oliver, Salman Rushdie und Prinz Charles.

Zusammengefunden haben die sechs Pythons über die BBC (siehe Folge 16) und The Frost Report mit David Frost, und ihre gemeinsame Fernsehsendung war Monty Python’s Flying Circus, von der es dank Alfred Biolek auch zwei deutsche Folgen unter dem Titel Monty Pythons Fliegender Zirkus gibt.

Bei den Filmen lassen wir And Now for Something Completely Different (dt. Monty Pythons Wunderbare Welt der Schwerkraft) links liegen und widmen uns ganz Monty Python and the Holy Grail (dt. Die Ritter der Kokosnuss) – finanziert von Pink Floyd, Led Zeppelin und Jethro Tull -, Life of Brian (dt. Das Leben des Brian) – produziert von George Harrison -, und The Meaning of Life (dt. Der Sinn des Lebens).

An weiteren Projekten werden erwähnt die Musicals Spamalot und Not the MessiahA Fish Called Wanda (mit Kevin Kline), Fawlty TowersTime Bandits12 Monkeys (mit Bruce Willis und Brad Pitt), The Fisher King (mit Jeff Bridges und Robin Williams) und The Zero Theorem (mit Christoph Waltz).

Neben dem tragischen 20jährigen Jubiläum mit Steve Martin und der Trauerfeier für Graham Chapman (hier ein YouTube-Video) geht es natürlich auch um die Abschiedsshow Monty Python Live (Mostly), die dieses Jahr in der Londoner O2-Arena aufgeführt wurde. Gäste waren hierbei unter anderem Stephen Fry, Simon Pegg, Eddie Izzard, Mike Myers sowie die Physiker Brian Cox und Stephen Hawking.

Der pythoneske Stil zeichnet sich durch Absurditäten, oft fehlende Pointen und den Bewusstseinsstrom aus, in dem einzelne Szenen in einander übergehen. Ihre Arbeit verkörpert das Wesentliche britischen Humors (siehe Folge 19). Außerdem verdanken wir Monty Python das Wort Spam für E-Mail-Müll.

Wer mehr über Monty Python hören möchte und etwa vier Stunden Zeit mitbringt, dem sei Folge 3 des Heißluftdampfers empfohlen, in dem Kapitän Olli und Kapitän Jörg von ihrer jahrzehntelangen Leidenschaft und ihrem Show-Besuch in London berichten.

VB042 Douglas Adams

Der Mann, der die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest beantwortete

Keine Panik! Eine Folge über den schreibfaulen Riesen, der uns depressive Roboter, holistische Detektive und seltsame Ortsnamen nahe brachte. Über Trunkenheit in Innsbruck, weiße, schwarze und falsche Nashörner, einen bombigen John Cleese und Feen im Garten. Was Richard Dawkins mit Doctor Who verbindet, wo Stephen Fry nur Zweiter wurde, und warum Terry Jones das Buch zu einem Computerspiel schrieb.

Im Zusammenhang mit dem britischen Autor Douglas Adams geht es natürlich recht ausführlich um die “Science-Fiction-Trilogie in fünf Bänden” Per Anhalter durch die Galaxis (The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy). Die Idee dazu hatte Adams auf einem Feld bei Innsbruck dank Ken Welshs Hitch-hiker’s Guide to Europe, und die Geschichte beinhaltet Charaktere wie Arthur Dent, Ford Prefect, den depressiven Androiden Marvin und Wowbagger den Unendlich Verlängerten. Es geht um 42, die Antwort auf die (unbekannte) Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest, den Computer Deep Thought, der die Antwort berechnete, Lewis Carroll, der sie bereits literarisch verewigte, und die Erde, die die Frage berechnen sollte, bevor sie von den Vogonen von einer Hyperraumumgehungsstraße gesprengt wurde.

Erst war der Anhalter eine BBC-Hörspielreihe (zum Radio siehe Folge 38) unter Mitarbeit von Simon Brett und John Lloyd, später dann u.a. eine BBC-Fernseh-Miniserie (zum Fernsehen siehe Folge 16), die in Deutsch beim Süddeutschen Rundfunk lief, ein Computerspiel von Infocom und ein Hollywood-Film. Über den sechsten Band von Eoin Colfer verlieren wir nicht viele Worte.

Bei Adams Biographie kommen wir häufiger auf Monty Python (siehe generell auch Folge 19 zum britischen Humor), Monty Python’s Flying Circus, Graham Chapman, John Cleese und Terry Jones, aber auch auf Doctor Who (siehe Folge 21)

Ein weiteres Projekt von Adams und Lloyd war das Wörterbuch The Meaning of Liff, für das Deutsche bearbeitet von Sven Böttcher zu Der Sinn des Labenz. Hierin finden sich so schöne Worte wie “stulln” für das Gefühl, nicht mehr durstig zu sein, abgeleitet von Stulln.

Zum Tierschutz geht es um die Organisation Save the Rhino, die alljährliche Douglas Adams Memorial Lecture sowie die Serie und das Buch Die Letzten ihrer Art (Last chance to see), von Adams und Mark Cawardine. Die Nachfolgeserie realisierte Cawardine mit Stephen Fry. Dabei (be)suchen sie bedrohte Tierarten wie Komodowarane, Berggorillas, weiße Nashörner und Flussdelphine.

Beim Thema Computer (siehe auch Folge 22) wird nicht nur Stephen Fry wieder erwähnt, sondern auch der Apple Macintosh, das Usenet, das Computerspiel und Buch Starship Titanic, und Adams’ BBC-Dokumentation zu Hypertext.

Schließlich kommt die Sprache noch auf Dirk Gentlys Holistische Detektei und die kurzlebige Fernsehserie mit Stephen Mangan, auf den Towel Day am 25. Mai, das posthume Werk Lachs im Zweifel (The Salmon of Doubt) sowie auf Richard Dawkins, seine Frau Lalla Ward und die Widmung in Dawkins’ Der Gotteswahn (The God Delusion).

Für O-Töne zu Adams sei dem geneigten Hörer  noch die Sonderausgabe des Podcasts The Pod Delusion zu Adams’ zehnjährigem Todestag empfohlen.

VB041 Cornwall

Der warme Zipfel der Insel

Nach Schottland und Wales geht es um die dritte keltische Ecke Großbritanniens. Mit steilen Küsten, deftigen Pasteten, Streichrahm und Liebesschnulzen. Wo es drei Nationalheilige gibt, aber kein Zinn mehr. Wo das bekannteste Amphitheater nicht von den Römern stammt. Hier erfährt man, warum König Artus heimatlos ist, Marconi sich sicher beim ersten Mal verhört hat, und wie sich das ZDF einen Tourismuspreis verdiente.

Dem Thema Cornwall nähern wir uns zunächst über die ehemalige FH Fulda, London, Stonehenge, Wales (siehe Folge 30), Devon, Plymouth (siehe auch Folge 39) sowie die anderen Regionen des West CountriesDorset, Somerset, Gloucestershire, Wiltshire und Bristol.

Geschichtlich relevant sind Megalithkulturen, die Kelten, die Römer, König Artus und sein vermeintlicher Geburtsort Tintagel, die Normannen und Edward III. Religiös wird es mit Nonkonformisten, dem Erzengel Michael, St. Piran und St. Petroc. Wirtschaftlich fallen die Stichworte Zinn (für die Bronze-Herstellung) und Ton (für die Porzellan-Herstellung).

An geographischen Punkten werden erwähnt der South West Coast Path von Minehead nach Poole Harbour, Land’s End, Lizard Point, Bodmin Moor, Penwith, das Tamar-Tal (alles areas of outstanding natural beauty, AONB), die Orte St. Ives, Penzance und Newquay, sowie die markanten Punkte Land’s End und Lizard Point. Zur Halbinsel Lizard lässt sich noch einiges zu Ophiolith sagen, die Entdeckung von Mannakanit bzw. Titan durch William Gregor und die erste transatlantische Funkverbindung durch Guglielmo Marconi (siehe auch Folge 38).

Kulturell geht es um das Kornische, die Anerkennung der Kornen als nationale Minderheit, Bernard Leach, Barbara Hepworth, Piet Mondrian, die Tate St Ives, Virginia Woolf und ihre Romane Jacobs Zimmer und Zum Leuchtturm, D. H. Lawrence, Daphne du Maurier, William Golding,  David Cornwell alias John le Carré, Rosamunde Pilcher und u.a. ihren Bestseller Die Muschelsucher sowie die Buchverfilmungen im ZDF, die Claus Beling des British Tourism Award einbrachte. Weiter geht es mit den Piraten von Penzance von Gilbert & Sullivan, von Sven gesehen im Minack Theatre, gegründet von Rowena Cade; zum Thema Shakespeare sei auf Folge 32 verwiesen.

Zum kulinarischen Abschluss geht es (wie teilweise bereits in Folge 8) um Cider wie Bulmers, Strongbow oder Woodpecker, sowie um Cornish pasties und cream tea mit clotted cream.

P.S.: Hörer Stefan Kirsch war just um das Erscheinen dieser Folge herum in Cornwall im Urlaub. Er hat ein paar Impressionen per Twitter geteilt, unter anderem hier von der Küste und hier von einer Aufführung im Minack Theatre.

Viva Britannia – eine Ausnahme unter deutschen Podcasts?

In der letzten Zeit wird in verschiedenen Medien zunehmend über die Situation des Podcasting insbesondere in Deutschland diskutiert. Dabei wird Viva Britannia  immer wieder als eine Ausnahme von der deutschen Regel erwähnt – was mich natürlich sehr freut! Wer ist nicht gerne das Paradebeispiel? Gleichzeitig finde ich es etwas bedenklich für die deutsche Podcast-Szene, wenn es immer nur ein einziges Amateur-Projekt gibt, das bei der Frage nach einem kurzen Format genannt wird. Aber schön der Reihe nach.

Deutsche Podcasts – und ich spreche hier von bewusst von als Podcast produzierten Formaten und nicht zweitverwerteten Radiosendungen etablierter Rundfunkanstalten – haben traditionell vor allem mit fünf Themen bzw. Vorurteilen zu kämpfen:

  1. Die Inhalte sind oft Technik- oder Netzwelt-lastig, die Macher männliche Nerds.
  2. Viele Sendungen sind “Labercasts” mit vielen Beteiligten und wenig Konzept.
  3. Einzelne Podcast-Folgen sind gern 2 oder 3 Stunden lang.
  4. Die technischen Einstiegshürden für Produzenten sinken seit Jahren, führen aber zu einer Qualitätsinflation.
  5. Die technischen Einstiegshürden für Hörer sind nach wie vor hoch, und führen in Kombination mit den ersten vier Punkten zu einem anhaltenden Nischendasein von Podcasts.

Das alles ist nachvollziehbar, wenn man sich die Historie anschaut: Deutsches Podcasting entstand und wuchs vor allem im Umfeld des Chaos Computer Clubs (CCC) und der Netzgemeinde im allgemeinen. Tim Pritlove, der als so etwas wie der Patenonkel des Podcasting in Deutschland gesehen wird, stammt aus dieser Ecke, und treibt unvermindert den technischen Fortschritt und den Austausch der deutschen Podcaster untereinander voran. Ohne ihn und seine Mitstreiter am Podlove-Projekt wäre auch Viva Britannia niemals so schnell ans Netz gegangen.

Gleichzeitig scheinen sich “neue” Formate nur langsam durchzusetzen – und damit ist nicht wirklich Revolutionäres gemeint, sondern einfach Formate, die anders sind als der 3-stündige Technik-Stammtisch- oder -Skype-Interview-Podcast der frühen Stunde.

So sorgte Tim kürzlich für etwas mehr als Verwunderung, als er bei Schall und Rauch kurzen Formaten wie ausdrücklich Viva Britannia gar die Daseinsberechtigung als die Qualität eines Podcasts absprechen wollte. Ähnlich sah man immer wieder Weltsichten aufeinanderprallen, wenn Tim bei NSFW mit dem Radio-Moderator und WRINT-Podcaster Holger “Holgi” Klein zur Zukunft des Podcasting gegenüber dem klassischen Rundfunk diskutierte. Der Wille, den “normalen” Hörer zu sehen, der nicht jede Woche mehrere Stunden lang Gespräche rezipieren kann und will, und damit die Beschränktheit gewisser Formate, schien hier nicht sonderlich ausgeprägt.

Breitere Öffentlichkeit bekam diese Diskussion dann kürzlich zunächst durch einen Spiegel-Online-Artikel von Ole Reißmann. Hier wurden die genannten Probleme wieder angesprochen, aber in den Kommentaren auch sehr schnell darauf hingewiesen, dass es ja durchaus kurze, nicht-technische Formate wie Viva Britannia gibt, sowie zahlreiche Podcasts von und mit Frauen. Nele Heise, die zu dem Thema Podcasts forscht, hatte nach einem Twitter-Aufruf schnell rund hundert entsprechenden Produktionen gesammelt.

Parallel veröffentlichte mein Freund Sebastian Bartoschek ein Interview mit Holgi, bei dem es explizit um den Vergleich Podcast zu Radio ging. Hier empfahl Holgi Viva Britannia nebenbei als ein “kurzes und knackiges” Podcast-Format.

Das ganze kulminierte dann vergangenen Samstag beim Deutschlandradio Kultur in der Sendung Breitband in einem Gespräch zwischen Moderator und Podcaster Marcus “monoxyd” Richter, Nele Heise, Holgi und Marcus Engert, dem Mitgründer und Chefredakteur des Webradios detektor.fm. Im Zusammenhang mit Podcast-Empfehlungen muss ich hier noch ein weiteres Mal Holgi für die prominente Erwähnung von Viva Britannia danken.

Was nehme ich aus den ganzen Diskussionen und meinen eigenen Überlegungen als kleines Zwischenfazit mit?

  • “Podcast” bezeichnet erst einmal nur eine Verbreitungsform – über das Internet abonnierbare Audio-Dateien. Unabhängig vom Produzenten, dem Sendungsformat und dem konkreten Inhalt gibt es hier unzweifelhaft noch eine technische Hürde für den “normalen” potentiellen Hörer – es fehlt an einem einfachen Zugang zu diesem Verbreitungsweg und an ordentlichen Podcast-Verzeichnissen zum Stöbern und Entdecken.
  • Aktuelle Podcast-Formate mögen inhaltlich Nischen bedienen, aber das ist überhaupt nicht negativ zu sehen: Das ganze Internet ermöglicht Individualisierung und damit auch die Berechtigung von Nischenangeboten. Ein Thema, für das es in einer Stadt fünf Interessenten gibt, findet weltweit Tausende. Wie Marcus Engert bei Breitband richtig sagte: Manche deutsche Podcasts haben so viele Hörer wie manche Lokalzeitungen Leser.
  • Deutsche Podcasts bieten heute schon mehr als das 3-Stunden-Nerd-Stammtisch-Klischee, und der Trend geht weiter. Mehr Frauen machen Podcasts, es gibt kurze Formate, es gibt Sendungen zu vielen unterschiedlichen Themen. Ich kann Holgis Vorhersage nachvollziehen, dass mittelfristig mehr junge Journalisten in die Podcasts drängen und die Szene so weiter professionalisieren werden. Das Radio als etabliertes Medium hat schon das meiste ausprobiert, was an Formaten machbar ist, und viele nachvollziehbare Audio-Standards etabliert. Hier wird noch mehr zusammenwachsen.
  • Die GEMA und die Rechtsunsicherheit in vielen Produktionsbereichen ist ebenfalls eine Hürde für deutsche Podcasts, aber ich möchte das Argument nicht überstrapaziert sehen. Ja, Musik-lastige Podcasts sind wegen der hiesigen Regelungen nicht machbar; die Realitätsferne der GEMA ist auch in diesem Bereich blanker Hohn. Dennoch ist vieles möglich, wenn auch nicht so viel wie bei den immer wieder gelobten amerikanischen Formaten, die aber ehrlicherweise auch eher aus dem traditionellen Rundfunk stammen und selten Amateurproduktionen sind.

Trotz aller bisherigen Fortschritte: Ich wünsche mir noch mehr Vielfalt in den Formaten und Inhalten deutscher Podcasts, und auch noch mehr Professionalisierung. Ich selbst will auch bei meinen Projekten nicht still stehen, so weit ich das als Amateur realisieren kann. Aber es freut mich, wenn mein kleines Projekt bereits jetzt hinsichtlich Format und Inhalt genug Freunde findet, dass es immer wieder als Referenz herangezogen wird. Vielen Dank dafür – und empfehlt Viva Britannia gerne auch weiterhin weiter!

P.S.: Ja, neben Viva Britannia produziere ich mit dem Psychotalk auch einen dieser legendären 3-Stunden-Labercasts, bei dem drei Herren mittleren Alters live im Netz miteinander stammtischartige Gespräche führen, die dann hinterher so gut wie ungeschnitten als Podcast verewigt werden.  Nur geht es dabei nicht um Technik-Themen, sondern um Psychologie, und das macht den Psychotalk meines Wissens derzeit im deutschen Netz auch recht einzigartig. Aber die Grenzen dieses Formats sind uns wohl bewusst. Wir schaffen es ja selbst kaum, den langen Formaten befreundeter Podcaster zu folgen. Deshalb gibt es vom Psychotalk auch nur alle sechs bis acht Wochen einmal eine Sendung. Und wenn wir merken sollten, dass das Projekt außer uns selbst kaum noch jemanden interessiert,  werden wir es begraben. Podcasting braucht den Mut zum Experiment, das Bewusstsein zur Nische – und die Einsicht, wenn das alles doch nicht reicht.

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