VB063 QI

Recht interessante Fakten

Von A bis bald M, und dabei nichts wie ein Fisch: Das wohl britischste Fernsehquiz mit cleveren Komikern und viel allgemeinem Unwissen, mit unbeantwortbaren Fragen und unerklärlichen Punkteständen. Wo Elfen das wissenschaftliche Herzstück sind, Douglas Adams und Mike Oldfield Gastauftritte haben, Barack Obama sich geschlagen geben muss, und zum Schluss kaum mehr etwas von schottischer Tradition übrig bleibt.

Es geht um die BBC-Fernsehsendung QI (quite interesting) – bereits einmal kurz erwähnt in Folge 19 – und ihre Ableger.

Erfunden wurde die Sendung von John Lloyd, Freund und Kollaborateur von Douglas Adams (siehe Folge 42) und wie der mit Verbindungen zu Monty Python (siehe Folge 43). Beteiligt an Doctor Snuggles, Per Anhalter durch die Galaxis, Der Sinn des Labenz, Der tiefere Sinn des Labenz und Erfinder von Not The Nine O’Clock News und Blackadder (beides mit Rowan Atkinson) sowie Spitting Image und Have I Got News For You (mit Ian Hislop, Paul Merton und in den ersten Jahren Angus Deayton).

QI sollte mal von Michael Palin moderiert werden, jetzt macht das Stephen Fry, mit Alan Davies als Dauerkandidat. Recherchiert wird die Sendung, wie auch der schwedische Ableger Intresseklubben und die BBC-Radiosendung The Museum of Curiosity von Quite Interesting Limited und den QI Elves / Elfen unter Leitung von John Mitchinson. Die dienstälteste Elfe ist Molly Oldfield, Tochter von Musiker Mike Oldfield, und Autorin von The Secret Museum, das dem Geheimen-Kabinett-Podcast vom Buddler nahekommt. Die vier Elfen Dan Schreiber, James Harkin, Andrew Hunter Murray und Anna Ptaszynski machen den wöchentlichen Podcast No Such Thing As A Fish, Live-Aufnahmen dazu gibt es sogar beim Edinburgh Festival Fringe (siehe Folge 3). Das QI-Team veröffentlicht auch jedes Jahr weitere Bücher mit Fakten, angefangen mit dem Bestseller The Book of General Ignorance. Natürlich gibt es mittlerweile auch QI-Apps für’s Smartphone und Tablet.

Bei vermischten Fakten im Verlaufe der Sendung werden auch noch erwähnt: Eskimos, Rikschas, Johanna von Orleans, Lenin, Atomphysik (und deswegen Methodisch Inkorrekt), Haggis, Whisky, Porridge, Schottenmuster (Tartans) und Schottenröcke (Kilts). John Keats wird ebenso zitiert wie Stephen Jay Gould.

Am Ende der Sendung gibt es noch einige Hinweise in eigener Sache zu YouTube, ADN, Podseed und Auphonic, aber die gibt es ja auch schon in einem Blog-Eintrag. Und ja, das 2. Viva-Britannia-Buch im jmb-Verlag kommt auch bald.

VB043 Monty Python

Die Hohepriester des britischen Humors

Knick-knack, zwinker-zwinker, das sagt mir alles: Das surreale Vermächtnis von fünf britischen Elite-Studenten und einem amerikanischen Studienabbrecher. Über künstlerische Freiheiten, wechselnde Kooperationen und effiziente Kulturbildung. Wie Pink Floyd dazu beitrug, dass König Artus einen Alkoholiker läuterte, was die Beatles mit der Bergpredigt zu tun haben, wie Alfred Biolek den Mythos der deutschen Humorlosigkeit zerstörte, und warum wir dank Monty Python immer wieder Dosenfleisch im Briefkasten haben. Und Finger weg von der Lachsschaumspeise!

In einer Sendung über die britische Komiker-Gruppe Monty Python geht es natürlich vor allem um deren Mitglieder Terry Jones, Michael Palin, Graham Chapman, John Cleese, Eric Idle und Terry Gilliam.

Im Zusammenhang mit der Oxford Revue und den Cambridge Footlights fallen auch die Namen von Dudley Moore, Rowan Atkinson, Al Murray, Stewart Lee und Richard Herring sowie Douglas Adams und John Lloyd (siehe Folge 42), Stephen Fry, Hugh Laurie, David Mitchell, Robert Webb, Richard Ayoade, John Oliver, Salman Rushdie und Prinz Charles.

Zusammengefunden haben die sechs Pythons über die BBC (siehe Folge 16) und The Frost Report mit David Frost, und ihre gemeinsame Fernsehsendung war Monty Python’s Flying Circus, von der es dank Alfred Biolek auch zwei deutsche Folgen unter dem Titel Monty Pythons Fliegender Zirkus gibt.

Bei den Filmen lassen wir And Now for Something Completely Different (dt. Monty Pythons Wunderbare Welt der Schwerkraft) links liegen und widmen uns ganz Monty Python and the Holy Grail (dt. Die Ritter der Kokosnuss) – finanziert von Pink Floyd, Led Zeppelin und Jethro Tull -, Life of Brian (dt. Das Leben des Brian) – produziert von George Harrison -, und The Meaning of Life (dt. Der Sinn des Lebens).

An weiteren Projekten werden erwähnt die Musicals Spamalot und Not the MessiahA Fish Called Wanda (mit Kevin Kline), Fawlty TowersTime Bandits12 Monkeys (mit Bruce Willis und Brad Pitt), The Fisher King (mit Jeff Bridges und Robin Williams) und The Zero Theorem (mit Christoph Waltz).

Neben dem tragischen 20jährigen Jubiläum mit Steve Martin und der Trauerfeier für Graham Chapman (hier ein YouTube-Video) geht es natürlich auch um die Abschiedsshow Monty Python Live (Mostly), die dieses Jahr in der Londoner O2-Arena aufgeführt wurde. Gäste waren hierbei unter anderem Stephen Fry, Simon Pegg, Eddie Izzard, Mike Myers sowie die Physiker Brian Cox und Stephen Hawking.

Der pythoneske Stil zeichnet sich durch Absurditäten, oft fehlende Pointen und den Bewusstseinsstrom aus, in dem einzelne Szenen in einander übergehen. Ihre Arbeit verkörpert das Wesentliche britischen Humors (siehe Folge 19). Außerdem verdanken wir Monty Python das Wort Spam für E-Mail-Müll.

Wer mehr über Monty Python hören möchte und etwa vier Stunden Zeit mitbringt, dem sei Folge 3 des Heißluftdampfers empfohlen, in dem Kapitän Olli und Kapitän Jörg von ihrer jahrzehntelangen Leidenschaft und ihrem Show-Besuch in London berichten.