VB069 James Bond & Co.

Im Geheimdienst Ihrer Majestät

Über echte und fiktive Spione: Von Königin Elisabeths “spymaster” über die Gründung der britischen Geheimdienste bis hin zum bekanntesten britischen Agenten. Mit Kürzeln, Chiffren und Komplotten, einmaligen Einsätzen, Doppelagenten und dreifachen Romanverfilmungen. Was goldene Augen mit Spanien und Jamaika zu tun haben, wie nah James Bond der Wirklichkeit von Ian Fleming kommt, und warum Bloody Mary wichtiger ist als Martini.

Eine ganze Folge über britische Geheimdienste.

Angefangen wird mit Francis Walsingham, dem obersten Sekretär und spymaster von Elisabeth I. Im Zusammenhang mit seinem Leben und Wirken werden erwähnt Heinrich VIII., Mary I. von England (Bloody Mary), Mary I. von Schottland (Maria Stuart, vgl. auch das gleichnamige Drama von Friedrich Schiller), das Privy Council, die Hugenotten und das Massaker in der Bartholomäusnacht, aber auch die Suche nach der Nordwestpassage durch Martin Frobisher, die Reisen von Sir Francis Drake und der Kampf gegen die Spanische Armada (vgl. Folge 39).

Nach diversen militärischen Geheimdiensten wurde mit dem Secret Service Bureau 1909 der erste behördliche Geheimdienst der Insel begründet; Gründe hierfür waren die Erfahrungen der Briten im Burenkrieg und die Angst vor deutschen Spionen. Aus dem Secret Service Bureau entstanden der Inlandsgeheimdienst MI5 (Security Service) und der Auslandsgeheimdienst MI6 (Secret Intelligence Service). Sie sind in Deutschland vergleichbar mit dem Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) und dem Bundesnachrichtendienst (BND); daneben gibt es auf Bundesebene noch den Militärischen Abschirmdienst (MAD) bei der Bundeswehr.

Erster Leiter des MI5 war Vernon Kell. Dank Winston Churchill (vgl. Folge 52) wurde er bald von der Metropolitan Police (vgl. Folge 64) unterstützt und konnte sich auf Home Office Warrants (HOWs) stützen. Ab dem Zweiten Weltkrieg wurde zunehmend mit Doppelagenten gearbeitet. Die heutige Arbeit des MI5 wird in der TV-Serie Spooks fiktionalisiert.

Erster Leiter des MI6 war George Mansfield Smith-Cumming. Nach seinem Kürzel heißen noch heute alle MI6-Leiter intern “C”. Hieraus machte Ian Fleming bei James Bond “M” alias Miles Messervy bzw. Olivia Mansfield (im Fall von Judi Dench). Cumming positionierte Agenten in britischen Botschaften im Ausland, um diplomatische Immunität zu gewährleisten. Eine Spezialeinheit des MI6 ging im Zweiten Weltkrieg in der Special Operations Executive (SOE) auf. Außerdem bestanden Verbindungen zum ULTRA-Programm der Codebrecher in Bletchley Park (vgl. Folge 22). Im Kalten Krieg lieferten sich die Geheimdienste vor allem einen Wettlauf mit dem Warschauer Pakt. Doppelagenten wie die Cambridge Five um Kim Philby (vgl. Folge 66) wurden u.a. von John le Carré in seinem George-Smiley-Roman Tinker, Taylor, Soldier, Spy verewigt; das Buch wurde sowohl mit Alec Guiness als auch Gary Oldman verfilmt. Die aktuelle Zentrale des MI6 steht am Vauxhall Cross in London.

Ian Fleming, der Schöpfer von James Bond, besuchte unter anderem die Eliteschule Eton und die Militärakademie Sandhurst und arbeitete für den Nachrichtendienst Reuters. Dann wurde er überraschend Assistent von John Godfrey, dem Direktor des Naval Intelligence Department (NID). Hier entwarf er die Pläne für den späteren US-Geheimdienst CIA, war für die Operation Goldeneye verantwortlich und gründete die 30 Assault Unit (später T-Force). Flemings Kriegszeit ist in der Serie Fleming: The Man Who Would be Bond dargestellt, mit Dominic Cooper (aka Howard Stark bei Marvel) in der Hauptrolle. Nach dem Krieg arbeitete Fleming für die Sunday Times, zeitweise von seinem Anwesen auf Jamaika. Neben vielen Liebschaften heiratete er 1952 Ann Charteris. Im gleichen Jahr schrieb er den ersten Bond-Roman Casino Royale. Richtig erfolgreich wurde er, als sich John F. Kennedy als Fan von From Russia with Love outete. Neben zwei Sachbüchern schrieb er auch noch ein einziges Kinderbuch, Chitty-Chitty-Bang-BangHeute ist unter anderem ein internationaler Flughafen auf Jamaika nach ihm benannt.

Neben ihm selbst ist Flemings Bruder Peter Fleming mit ein Vorbild für den Geheimagenten. Den Namen übernahm Fleming von einem bekannten Vogelkundler, der Bösewicht Auric Goldfinger ist nach dem Architekten Ernő Goldfinger benannt, und Scaramanga war der Name eines Jungen aus Flemings Schulzeit in Eton.

Die Filmrechte an James Bond kauften Harry Saltzman und Albert Broccoli, die eigens die Firma Eon Productions gründeten. 1952 kam der erste Bond-Film Dr. No heraus, mit Sean Connery in der Hauptrolle. Als Darsteller folgten George Lazenby (nur in On Her Majesty’s Secret Service), Roger Moore, Timothy Dalton, Pierce Brosnan und Daniel Craig (zuletzt in Skyfall und demnächst in Spectre). Casino Royale wurde insgesamt drei Mal verfilmt: 1954 als US-Fernsehfilm mit Barry Nelson, 1967 als Parodie mit David Niven und schließlich 2006 offiziell mit Daniel Craig. Durch einen Rechtestreit wurde Thunderball zwei Mal mit Sean Connery verfilmt: Offiziell 1965 und als Remake 1983 von Kevin McClory unter dem Titel Never Say Never Again.

VB066 Bits & Bobs 6

Was zu den bisherigen Folgen noch zu sagen ist

Hier wird fleißig ergänzt und gelegentlich korrigiert. Mit einer weiteren britischen Nationalsportart, spionierenden Aposteln, randalierenden Politikern und einem treuen schottischen Diener. Wo Quecksilber und Liverpool falsch liegen, Teebeutel noch Pyramiden sein dürfen und Sherlock Holmes bis heute bei Scotland Yard auftaucht. Wie britische Regenten Liedtexte bestimmen, Zählweisen durcheinander bringen und einfach britisch sind. Inklusive Filmtipps.

Ergänzt und korrigiert wir hier jeweils zu den Themen der folgenden Episoden…

VB012 Sport: Darts, Jim Garside, Brian Gamlin, British Darts Organisation (BDO), Professional Darts Corporation (PDC), Weltmeister John Part (Kanada), Tony David (Australien), Raymond van Barneveld (Niederlande) und Phil Taylor (England) – genannt The Power, nach dem Lied von Snap!.

VB051 Zeit: Der Nullmeridian in Greenwich leidet unter Lotabweichung! Hier die Studie im Journal of Geodesy: DOI 10.1007/s00190-015-0844-y.

VB057 Okkultes & VB061 Studieren: Geheimgesellschaften an Universitäten, Cambridge Apostles, George Tomlinson, Alfred Tennyson, Bertrand Russell, James Clerk Maxwell, John Maynard Keynes, Ludwig Wittgenstein, Bloomsbury Group, Spionagering The Cambridge Five, Guy Burgess, Donald MacLean, Kim Philby, Anthony Blunt Bullingdon Club in OxfordDavid Cameron, George Osborne, Boris Johnson, Film The Riot Club nach dem Theaterstück Posh.

VB058 Tee: Teebeutel von PG Tips sind doch mathematische Pyramiden!

VB059 Manchester: Liverpool liegt doch im Westen!

VB062 Königin Victoria: John Brown, Film Her Majesty, Mrs Brown mit Judi Dench und Billy Connolly. Königreich England, Königreich Schottland, Königreich Großbritannien, Act of Union 1707, Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland. God Save the Queen / King.

VB063 QI & VB052 Winston Churchill: QI-Folge J04 – Jack and JillJames I. & VI., Elizabeth I., Elizabeth II., Queen Elizabeth 2.

VB064 Scotland Yard: Home Office Large Major Enquiry System (HOLMES 2), Elementary, Fernsehserie Ripper Street.

Am Ende wird noch einmal kurz Svens Patreon-Seite erwähnt sowie andere Mittel und Wege, Lob und Kritik für Viva Britannia los zu werden.

VB064 Scotland Yard

Die Metropolitan Police

Von Dorfwachtmeistern zu Inspektor Lestrade: Wie ein zensierter Satiriker, ein blinder Richter und ein sozialökonomisches Experiment die moderne britische Polizei begründeten. Mit Diebesfängern und Kopfgeldjägern, Bobbies und Peelers, Hafengaunern und natürlich Jack the Ripper. Wie eine Straße zu drei Gebäuden und einer landesweiten Institution wurde - nur nicht in der kleinen City neben der größeren City in der großen City.

Es geht um den Metropolitan Police Service, landläufig Scotland Yard genannt. Vor der Gründung der Polizei begünstigte das common law (siehe Folge 46) lokale Lösungen. So gab es in den Gemeinden (parishes) ehrenamtliche Wachtmeister (constables). Daneben gab es Diebesfänger (thief-takers) und Kopfgeldjäger (headhunter).

Satiriker Henry Fielding (und Kollegen wie Jonathan Swift) machten sich unter George I. den Premierminister Robert Walpole (siehe auch Folge 37) zum Feind, was zum Theatrical Licensing Act 1737 führte und Fielding zum Bow Street Magistrate Court. Hier gründete er die Bow Street Runners zum Kampf gegen die Gin-Exzesse, und sein Bruder John Fielding (der Blind Beak of Bow Street) half ihm dabei.

John Harriot und Patrick Colquhoun initiierten die Thames River Police (später Marine Police Force). Gabriel Franks starb dabei als erster britischer Polizist im Dienst, dennoch wurde das Experiment der Hafenpolizei ein Erfolg und schnell in anderen Städten aufgegriffen.

Dank Innenminister und späterem Premierminister Sir Robert Peele wurde dann 1829 die Metropolitan Police gegründet. Peele diente unter William IV. und Victoria (siehe auch Folge 62), gilt als Begründer der modernen konservativen Partei (siehe auch Folge 18), er erlebte die große Hungersnot in Irland (aufgrund der Kartoffelfäule) und stürzte schließlich mit seiner Regierung über die Abschaffung der Korngesetze (corn laws).

Nach Robert (Bob) Peele werden die Polizisten umgangssprachlich bobbies oder peelers genannt. Sie tragen traditionell keine Handfeuerwaffen und unterscheiden sich auch sonst bewusst von Militär und Paramilitär. Sie wird geführt von einem commissioner und hat u.a. die Ränge superintendent, inspector, sergeant und constable. Das Londoner Stadtgebiet ist heute in 21 Bezirke (divisions) aufgeteilt, die traditionell mit Buchstaben bezeichnet sind. Nicht in das Aufgabengebiet der Met fällt jedoch die alte City of London, die von der kleinen City of London Police betreut wird.

Die Zentrale der Met liegt traditionell in der City of WestminsterDas war mal 4 Whitehall Place mit dem Hintereingang an der Straße Great Scotland Yard, dann das Gebäude New Scotland Yard – heute bekannt als die Norman Shaw Buildings – und seit fast 50 Jahren nun das (neue) New Scotland Yard in 10 Broadway. Dort sitzt u.a. auch der Bereich Specialist Crime & Operations (SC&O) für Kapitalverbrechen.

Als typischer Mann von Scotland Yard wird schließlich neben den fiktiven Inspektoren Lestrade (von Sherlock Holmes, siehe Folge 27) und Richard Jury (aus den Romanen von Martha Grimes) noch der sehr reale Frederick Abberline erwähnt, der u.a. die Mordserie in Whitechapel im Jahr 1888 untersuchte, besser bekannt als die Jagd auf Jack the Ripper. Später arbeitete er noch für die Detektei Pinkterton.

VB054 P. G. Wodehouse

Gentleman der Literatur

Keine Pflaume: Der britischste Autor, den niemand kennt. Hunderte humorvolle Romane, Geschichten und Bühnenstücke über die bessere englische Gesellschaft, geboren aus einer Jugend auf Landsitzen und im Internat. Von Erfolgen am Broadway und im West End, von Langeweile in Hollywood, gerechter Steuerflucht, luxuriöser Kriegsgefangenschaft, naiver Propaganda und jahrzehntelangem Lebensabend. Mit schweinezüchtenden Lords, blauäugigen Tunichtguten und cleveren Kammerdienern.

Es geht um Pelham “Plum” Grenville Wodehouse, vor allem auf Basis der tollen Biographie “P. G. Wodehouse: Gentleman der Literatur” von Martin Breit, dem Bruder von Hörer Sebastian Breit.

Zu seiner Jugend fallen die Stichworte Hongkong, die grüne Fries-Tür, sein Bruder und späterer Theosoph Armine Wodehouse, das Internat Dulwich College, die Grafschaften Surrey und Shropshire und seine Ausbildungsstelle HSBC.

Sein erster Roman war The Pothunters mit Schulgeschichten a la Burg Schreckenstein von Oliver Hassenkamp oder Harry Pottergewidmet drei Cousinen von Elizabeth Bowes-Lyon.

In den USA schrieb Wodehouse für Vanity Fair, heiratete Ethel Wodehouse, schrieb mit Something Fresh den ersten Roman der Blandings-Reihe um Lord Emsworth, die erste Kurzgeschichte um Reginald Jeeves und Bertie Wooster und eroberte dann mit Jerome Kern und Guy Bolton den Broadway in New York, zunächst mit dem Stück Oh Boy! Auch das Lied Bill im Musical Show Boat wurde von Wodehouse mitgeschrieben.

In England verdiente Wodehouse mit Beiträgen zum Magazin The Strand so viel wie Agatha Christie mit einem ganzen Roman. In Hollywood verdiente er noch mehr, aber er langweilte sich. Wegen Doppelbesteuerung ließ er sich schließlich im französischen Le Touquet nieder.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Wodehouse erst auf der belgischen Zitadelle von Huy interniert und dann im polnischen Lager Tost. Dank eines Artikels in der New York Times landete er bald im Hotel Adlon in Berlin, wo er für das Deutsche Reich fünf Radiosendungen machte, wofür er als Verräter gebrandmarkt wurde. Das Exil verbrachte er bei Anga von Bodenhausen in Degernshausen im Harz und in Paris.

Die BBC verbannte ihn erst, produzierte aber später u.a. den Film Heavy Weather mit Peter O’Toole. ITV verfilmte Jeeves & Wooster mit Hugh Laurie und Stephen Fry. Kurz vor seinem Tod wurde Wodehouse zusammen mit Charlie Chaplin zum Ritter geschlagen.

An früheren Viva-Britannia-Episoden werden erwähnt Folge 9 zum Feiern (wegen Hochzeiten), Folge 27 zu Sherlock Holmes (der zeitgleich im Strand-Magazin erschien), Folge 44 (wegen des Cricket-Teams von James Matthew Barrie), Folge 52 zu Winston Churchill und Folge 53 zur Sprache (wegen der Verwandtschaft von “wode” und “Wut”).

VB044 Bits & Bobs 4

Was zu den bisherigen Folgen noch zu sagen ist

Hier wird fleißig ergänzt und gelegentlich korrigiert. Von cleveren Steckern und unsportlichen Schriftstellern, geraubten Raubvögeln und falscher Ausgewogenheit. Wo ein Museum Mauern gegen Studenten hochzieht, französische Mönche ihr Kloster kopieren, vermeintliche Ägypter medienwirksam heiraten und mörderische Leichenfledderer letztlich selbst gefleddert werden. Mit Kühen statt Schweinen, peinlichen Rechenfehlern und gelegentlicher Sprachverwirrung.

Diese Folge ist meinem Vater Bernd Rudloff gewidmet, der am 19.09.2014 überraschend verstarb.

Ergänzt und korrigiert wir hier jeweils zu den Themen der folgenden Episoden…

VB002 Wohnen / VB011 Bits & Bobs 1: Netzstecker-Design nach Things You May Not Know.

VB012 Sport: Rugby vs. Rugby, William Webb Ellis, Cricket, The Allahakhbarries, James Matthew Barrie (Peter Pan), Joseph Thomson, Rudyard Kipling, H. G. Wells, Arthur Conan Doyle (Sherlock Holmes, siehe Folge 27), P. G. Wodehouse,  G. K. Chesterton, “allahu akbar”Peter Pan’s First IX von Kevin TelferRufus the Hawk, Wimbledon.

VB030 Wales: Erik Wenk vom ElfenbeinbungalowMan, John Cale, Lou ReedThe Velvet Underground, Roald Dahl (Charlie und die Schokoladenfabrik, James und der Riesenpfirsich, Matilda – auch als Musical von Tim Minchin).

VB034 BCA vs. Singh: Simon Singh, BBC, false balance (falsche Ausgewogenheit), John OliverLast Week Tonight, “Gibt es Hüte?” (Ausschnitt aus Olivers Sendung).

VB003 Edinburgh / VB035 Edinburgh 2 / VB036 Interview: Spuk in Edinburgh: National Museums / Royal MuseumUniversity of Edinburgh, The Surgeons’ Hall, Robert Knox, William Burke, William Hare.*

VB037 Das Haus Hannover: Wilhelm / William IV., Adelheid von Sachsen-Meiningen, Adelaide vs. Adelaide.

VB038 Radio: BBC World Service.

VB039 Zur See: Kap Hoorn vs. Kap der Guten Hoffnung.

VB040 Bevölkerung: Pavee (Irish Travellers), Roma, Big Fat Gypsy Weddings, Channel 4.

VB041 Cornwall: Mont-Saint-Michel vs. St. Michael’s Mount, Benediktiner, Wilhelm / William I., Heinrich / Henry V., National Trust.

VB042 Douglas Adams / VB043 Monty Python: Kuh statt Schwein im Restaurant am Ende des Universums, Ken Welsh, Lachs im Zweifel, 45 statt 55 Jahre, The Meaning of Liff vs. The Meaning of Life.

Zum Schluss gibt es noch einen Hinweise auf das Viva-Britannia-Podcaster-Sandwich beim Hobbykoch-Podcast, Svens Podcaster-Portrait bei radiomono und den YouTube-Kanal Anglophenia von Siobhan Thompson.

*P.S.: Erst nach der Produktion dieser Folge habe ich die Episode Die Mörderpuppen von Edinburgh des tollen Podcasts Das geheime Kabinett gehört. Darin empfiehlt Mirko “Der Buddler” Gutjahr nicht nur Viva Britannia, sondern behandelt auch eine archäologische Kuriosität, die eventuell im Zusammenhang mit Burke & Hare steht. Hörempfehlung!

VB033 Bits & Bobs 3

Was zu den bisherigen Folgen noch zu sagen ist

Hier wird fleißig ergänzt und gelegentlich korrigiert. Von Bierdosen-Kugeln, digitalen Himbeerkuchen, illegalen Banknoten, artgerechter Typographie und Matrosen-Moscheen. Wo Stephen Fry den falschen Mycroft gibt, Wasserfälle nach Österreich auswandern, man in der Ferne vor allem das Gute sieht und Steine auch in der Masse Einzelgänger sind.

Ergänzt und korrigiert wurde jeweils zu den Themen der folgenden Episoden…

VB005 Pubs / VB028 Einkaufen: floating widgets in Bierdosen wie bei Guinness, Alkoholersterwerbsalter, Challenge 21 & Challenge 25.

VB013 Richard III. / VB032 William Shakespeare: Alibi für einen König (The Daughter of Time) von Josephine Tey (alias Elizabeth Mackintosh).

VB022 Computerpioniere: Raspberry Pi.

VB026 Maße: Stone, square foot, 50-Pence-Münzen, gesetzliche Zahlungsmittel (legal tender), schottische und nordirische Pfundnoten (siehe auch Schall & Rauch 11), Kalibermaße, Versal-ß.

VB027 Sherlock Holmes: Die Reichenbach-Fälle, “Elementary, my dear Watson”, The Great Game, Dorothy Leigh Sayers, Philip José Farmers Wold-Newton-FamilieStephen Fry als Mycroft Holmes.

VB028 Einkaufen: Argos.

VB029 Interview: Miriam & Rupert Williams: Das Gute in der Fremde, BBC-Dokumentation Make me a German.

VB030 Wales: Angelsey, BBC Wales (siehe auch VB016 Fernsehen), Al-Manar Centre, Shah-Jahan-Moschee, Gottlieb William Leitner.

VB031 Gesundheit: Medical exemption certificates, NHS Low Income Scheme.

VB032 William Shakespeare: DIE ZEIT, Deutschlandfunk, Deutsches Ärzteblatt.

Zum Schluss gibt es noch einen Hinweis auf das Hörertreffen und die Lesung Ende Mai in München.

VB027 Sherlock Holmes

Der bekannteste Detektiv der Literaturgeschichte

Das Zeichen der Drei: In bester Arbeitsteilung mit Hoaxilla und dem Einschlafen-Podcast geht es um den britischen Meisterdetektiv und seine vielfältigen Inkarnationen. Wie Arthur Doyle seinen Professoren und verlassenen Schiffen Neues andichtete. Warum Holmes seine Kleidung einem Zeichner verdankt und eine Bausparkasse seine Post beantwortete. Von Gastauftritten, Geschlechtsumwandlungen, verheimlichten Drogenproblemen, gefälschten Fotos und verkannten Soziopathen.

Diese Episode ergänzt sich wunderbar mit der aktuellen Folge 145 von Hoaxilla zu Sir Arthur Conan Doyle, wo es mehr Details zum späteren Hang des Sherlock-Holmes-Autors zum Spiritismus und den Fall der Cottingley Fairies geht. Weitere Hintergründe zu seinem (Ex-)Freund Harry Houdini gibt es in der gleichnamigen Hoaxilla-Folge 90.

Wer etwas Sherlock Holmes hören möchte, dem sei Folge 268 vom Einschlafen-Podcast mit Toby Baier empfohlen. Er liest aus der ersten Holmes-Geschiche Eine Studie in Scharlachrot (“A Study in Scarlet”) und spricht das Thema Urheberrecht an.

Zu Arthur Conan Doyle werden erwähnt: Seine Heimat- und Studienstadt Edinburgh, seine Geschichte “J. Habakuk Jepheson’s Statement”, in der er die Geschehnisse um das Schiff Mary Celeste verarbeitet, und die fälschlicherweise erst Robert Louis Stephenson oder Edgar Allan Poe zugeschrieben wurde.

Zu Sherlock Holmes werden erwähnt: Die Publikationen “Beeton’s Christmas Annual” und “The Strand Magazine”, die weiteren Romane “The Sign of Four” (“Das Zeichen der Vier”), “The Hound of the Baskervilles” (“Der Hund von Baskerville”) und “The Valley of Fear” (“Das Tal der Angst”), sowie die Geschichten “The Final Problem” (“Das letzte Problem”) – in der Holmes mit Professor James Moriarty die Reichenbach-Fälle herunterstürzt -, “The Empty House” (“Das leere Haus”) – in der er wieder aufersteht -, und “A Scandal in Bohemia” (“Ein Skandal in Böhmen”) – in der Irene Adler das einzige Mal vorkommt. An weiteren Charakteren streifen wir natürlich Dr. John Watson, Mrs. Hudson, Inspektor Lestrade und Mycroft Holmes.

Als Vorbild für Sherlock Holmes wird wieder einmal Joseph Bell genannt, wie auch William Rutherford als Vorbild für Professor Challenger (“The Lost World”, “Die vergessene Welt”). Sidney Paget wird als Zeichner und “Erfinder” des Outfits mit Inverness-Mantel und Jagdmütze gewürdigt. Im Zusammenhang mit 221B Baker Street geht es um die Bausparkasse Abbey National und das Sherlock Holmes Museum.

An berühmten Inkarnationen von Sherlock Holmes streifen wir Basil Rathbone, wieder einmal Peter Cushing, sowie Jeremy Brett. Ebenso taucht Dr. Gregory House wieder auf. Weiter geht es mit den Filmen von Guy Ritchie mit Robert Downey jr., die BBC-Serie “Sherlock” von Steven Moffatt und Mark Gatiss, mit Benedict Cumberbatch und Martin Freeman, und die US-Serie “Elementary” mit Jonny Lee Miller und Lucy Liu.

Im Zusammenhang mit Sherlocks Psyche geht es um Achtsamkeit (mindfulness), Soziopathie und Asperger-Syndrom, sowie das Buch “Mastermind: How to think like Sherlock Holmes” (“Die Kunst des logischen Denkens: Scharfsinnig analysieren und clever kombinieren wie Sherlock Holmes”) von Maria Konnikova.

Britische Krimiautoren nach Doyle waren unter anderem Agatha Christie mit Miss Marple und Hercule Poirot sowie Dorothy Sayers mit Lord Peter Wimsey.

Zum Abschluss geht es um die verquere Situation des Urheberrechts bei Sherlock Holmes, mit dem aktuellen Gerichtsurteil im Fall Lesley Klinger für den US-Markt.

VB003 Edinburgh

Eine Ode an das Athen des Nordens, den Fringe, das Haggis und ein Tattoo

Eine erste Reise in die schottische Hauptstadt und ihre Geschichte. Wie kommt sie zu ihrem Namen und wie spricht man den überhaupt aus? Was prägt das Stadtbild, und was kann man das Jahr über hier so erleben? Warum tun manche Tattoos gar nicht weh? Und lehrte Dr. House tatsächlich an der hiesigen Universität?

Unter anderem erwähnt werden zu Edinburgh der Fluss Forth, Castle Rock, die Royal Mile, Holyrood Palace, das schottische Parlament, Princess Street, Waverly Station, Glasgow, David Hume, Adam Smith, James Hutton, Alexander Graham Bell, das Fringe Festival, das Book Festival, das Royal Military Tattoo, der Zoo, Literary Pub Tours, Robert Louis Stevenson, Deacon Brody, Sir Walter Scott, Princess Street Gardens samt dem Scott Monument, Bill Bryson, Sir Arthur Conan Doyle, Sherlock Holmes, Joseph Bell, Dr. House, Robert Burns, Auld Lang Syne, die Burns Night (bzw. ein Burns Supper), Haggis, und (ganz kurz) Harry Potter.