VB076 England

Das größte Land Großbritanniens

Nicht die Insel und nicht der Staat: Das Wichtigste zum Land der Angeln. Von quasi-afrikanischen Fußspuren, norddeutschen Invasoren und französischen Grafen. Wo ein Brummie-Lehrer seine Marke hinterlässt, der grüne König über Kneipen herrscht und ein einziger See eine ganze Seenlandschaft ausmacht. Mit Eiscreme, Käse, Schokolade und vielen Verweisen auf andere Folgen.

Diesmal dreht sich alles um das Land England und nicht um die Insel Großbritannien oder den Staat des Vereinigten Königreichs. Wir setzen damit die Reihe zu den vier Nationen des Königreichs fort, nach Wales (Folge 30) und Nordirland (Folge 67); Schottland wird später nachgereicht.

Geographisch werden die Nordsee und der Ärmelkanal erwähnt, der Golfstrom sowie Scafell Pike im Lake District als der höchste Berg Englands.

In Happisburgh in Norfolk wurden die ältesten menschlichen Fußspuren außerhalb Afrikas entdeckt. In der Steinzeit errichtete die Glockenbecherkultur Steindenkmäler (henges) wie die von Stonehenge und Avebury. Danach kamen die Kelten und schließlich die Römer, von denen u.a. noch der Hadrianswall (als Verteidigung gegen die Pikten) und die Badeanlagen in Bath zeugen. Nach den Römern fielen die Angeln, Sachsen und Jüten auf der Insel ein, und 927 gab es mit Æthelstan den ersten gesamtenglischen König.

Eduard der Bekenner (siehe Folge 72) machte noch statt Winchester London zum englischen Regierungssitz, dann begann mit Wilhelm dem Eroberer das Zeitalter der Normannen auf der Insel. Die ersetzten unter anderem die angelsächsischen Earls durch die neuen Counts (Grafen), die fortan über Counties (Grafschaften) herrschten – vor allem über die 39 traditionellen. Die Namen der Grafschaften gehen meist auf die Angelsachsen zurück (z.B. bei Essex, Wessex, Sussex, Middlesex, Norfolk und Suffolk, Kent und Cornwall), besonders hinsichtlich der häufigen Endung -shire (wie bei Bedfordshire, Lancashire, Shropshire und Yorkshire; siehe auch Folge 46 zum shire reeve bzw. Sheriff). Inzwischen wurden die traditionellen Grafschaften politisch durch administrative counties, ceremonial counties, county boroughs, metropolitan und non-metropolitan counties sowie unitary authorities abgelöst.

Die Normannen hatten auch erheblichen Einfluss auf die englische Sprache (siehe Folge 53), Wirtschaft, Politik (Stichwort Magna Carta) und politische Expansion u.a. nach Wales (siehe Folge 30) und Irland (siehe Folge 67). Die Pest und die Rosenkriege zwischen den Häusern York und Lancaster (siehe auch Folge 13 zu Richard III.) machten der Bevölkerung zu schaffen, dann kamen die Tudors an die Macht. Heinrich VIII. schuf die anglikanische Kirche, und unter Elisabeth I. wurde England zur Seemacht (siehe Folge 39). Es folgten der Englische Bürgerkrieg, das Große Feuer von London und schließlich die Bildung des Königreichs Großbritannien gemeinsam mit Schottland.

Die Royal Society (siehe Folge 7) und die schottische Aufklärung beförderten die Industrielle Revolution und die Entwicklung von Industriestädten wie Manchester (siehe Folge 59) und Birmingham. Napoleon wurde dank Lord Nelson und dem Duke of Wellington von der Insel ferngehalten. Unter Königin Victoria (siehe Folge 62) erreichte das Britische Weltreich seinen Höhepunkt, bevor es unter den beiden Weltkriegen litt, und die alte Kolonialmacht schließlich dem Commonwealth of Nations Platz machte. Auch im Königreich sind die einzelnen Nationen wieder stärker geworden (siehe Folgen 18 und 60 zur Politik). Wirtschaftlich kennt man heute noch Autos (mit Marken wie Land Rover, Jaguar und Bentley) und Flugzeugmotoren (wie die von Rolls-Royce) als englische Exportschlager.

Nachdem London (Folge 48) und Manchester (Folge 59) schon Thema waren, geht es diesmal um Birmingham in den West Midlands, östlich vom Black Country. Hierher kommen u.a. der Smethwick-Motor – eine alte Dampfmaschine von James Watt -, die Lloyds Bank, die Briefmarke von Rowland Hill und das Zelluloid von Alexander Parkes. Besuchen kann man hier u.a. das Birmingham Science Museum, das Juweliersviertel, das gewaltige Einkaufszentrum Bullring und den Freizeitpark Cadbury World des Schokoladenherstellers Cadbury (der zum Konzern Mondelēz International gehört) in Bournville.

An weiteren netten Gegenden in England werden erwähnt die Grafschaft Cornwall (siehe Folge 41); die Grafschaft Devon mit den Nationalparks Dartmoor und Exmoor, der Hafenstadt Plymouth (siehe Folge 39), der Hauptstadt Exeter und dem nach ihr benannten Erdzeitalter; der Ort Cheddar mit dem gleichnamigen Käse und der Gough’s Cave (siehe Folge 70); der Ort Bath mit seinen römischen Badeanlagen; die Cotswolds als area of outstanding natural beauty zwischen Bath und Stratford-upon-Avon (siehe Folge 32 zu William Shakespeare) mit ihrem Kalkstein aus dem Jura; die Grafschaften Norfolk und Suffolk u.a. mit der königlichen Residenz Sandringham House (siehe Folge 72), den Firmensitzen des Senfherstellers Colman’s und des Brauerei- und Pubgiganten Greene King (vgl. Folge 75) sowie dem Gewässergebiet Broads; der Lake District in Cumbria u.a. mit dem Bassenthwaite Lake, dem Windermere, den 214 von Alfred Wainwright beschriebenen fells, dem Guide to the Lakes von William Wordsworth, den Werken von Percy Shelley, Walter Scott, John Keats, Alfred Tennyson und Beatrix Potter; sowie schließlich die Grafschaft Yorkshire mit York, Sheffield, den Yorkshire Dales, Teilen des Peak Districts, dem Yorkshire Pudding, dem Yorkshire Terrier und den Geschwistern Brontë. Aber für Details zu Yorkshire muss noch einmal eine eigene Folge herhalten.

VB067 (Nord-)Irland

Der lange Konflikt um die grüne Insel

Keine erfreuliche, aber eine hoffentlich lehrreiche Folge zur komplizierten Beziehung zwischen Großbritannien und Irland: Von Besatzungen und Rebellionen, Enteignungen und Guerillakriegen. Wo keiner so recht weiß, wie er das Kind beim Namen nennen soll, wo Misstrauen und Diskriminierung an der Tagesordnung sind, und keine Seite mehr ohne Schuld ist. Mit einem Schimmer Hoffnung und trotz allem einer Reiseempfehlung.

Zum Thema Irland und Nordirland werden immer wieder die klassischen vier (bzw. drei bis sechs) irischen Provinzen Ulster, Munster, Connacht und Leinster genannt, die einmal von Familiendynastien wie den O’Neill, O’Brien oder O’Conor beherrscht wurden. Über den keltischen Provinzkönigen gab es auch eine (größtenteils legendäre) Reihe von  Hochkönigen, die von Tara aus regierten. Die Römer und die Angelsachsen ließen Irland größtenteils links liegen, aber die Wikinger nicht. Sie begründeten unter anderem die Siedlung, die heute Dublin ist. Auch die irische Kirche hatte einen gewissen Einfluss.

Unter Heinrich II. fielen ab 1169 dann die Normannen in Irland ein und begannen 700 Jahre englischer Herrschaft auf der Insel, auch wenn sich diese de facto meist nur auf das Gebiet des Pale beschränkte. Heinrich VIII. schuf 1541 das Königreich Irland und begann die berüchtigten plantations von protestantischen Siedlern auf der Insel.

Mit dem Neunjährigen Krieg (1594-1603) wehrten sich die Iren unter Hugh O’Neill erstmals gegen die englische Herrschaft. Elizabeth I. und Lord Mountjoy schlugen die Rebellion nieder, und nach der Flucht der Grafen (engl. Flight of the Earls) setzte James I. die plantations vor allem in Ulster fort; Derry wurde zu Londonderry und direkt der Krone unterstellt.

1641 kam es zur nächsten irischen Rebellion, die eskalierte und zum ersten Mal Tausende Opfer unter den protestantischen Siedlern forderte (u.a. in Portadown). Sie markiert den Wendepunkt in der Beziehung zwischen katholischen Iren und protestantischen Siedlern.

Im Englischen Bürgerkrieg schlugen sich die katholischen Rebellen Irlands auf die Seite von Charles I. Doch der verlor (auch seinen Kopf), und unter Oliver Cromwell wurde Irland brutal zurück erobert. Die Enteignungen und plantations gingen weiter, vor allem mit Veteranen aus Cromwells New Model Army. Mit Strafgesetzen (penal laws) wurde die katholische Bevölkerung Irlands dauerhaft diskriminiert.

Ab 1791 entwickelte sich aus der Society of United Irishmen eine neue Freiheitsbewegung. Als Gegenbewegung auf protestantischer Seite wurde u.a. der Oranier-Orden gegründet. Viele Strafgesetze wurden abgeschafft, aber dennoch kam es 1798 zu einer neuen Rebellion, die niedergeschlagen wurde. Mit dem Act of Union schaffte man 1801 das Königreich von Irland ab und verleibte die Insel dem “Vereinigten Königreich von Großbritannien und Irland” ein. Der Union Jack ist seitdem um das rote St.-Patrick-Kreuz ergänzt.

Das 19. Jahrhundert in Irland war geprägt von der Katholikenemanzipation, aber auch der Großen Hungersnot infolge der Kartoffelfäule und den Kampf der Irish Land League gegen Großgrundbesitzer wie Charles Cunningham Boycott.

1873 wurde die Home Rule League für ein Recht auf Selbstbestimmung und eine eigenständige irische Regierung innerhalb des Vereinigten Königreiches gegründet, aus der 1882 die Irish Parliamentary Party (IPP) entstand. Gegen den Widerstand der Unionisten in Ulster passierte das Home Rule Bill 1912 das britische Parlament, wurde aber wegen des Ersten Weltkrieges nicht umgesetzt.

Mit dem Ziel einer eigenständigen Republik Irland vor Augen und nach den Geschehnissen des Osteraufstands von 1916, lief die Partei Sinn Féin der IPP 1918 den Rang ab. Sie proklamierte eine irische Republik, berief das Untergrundparlament Dáil ein und machte die paramilitärische (alte) Irish Republican Army (IRA) zur offiziellen Armee Irlands. Es folgten der irische Unabhängigkeitskrieg (1919-1921) und schließlich der Anglo-Irische Vertrag, mit dem 1922 der Irische Freistaat als Dominion begründet wurde, getrennt von Nordirland (6 der 32 counties).

Damit waren die echten irischen Republikaner nicht zufrieden, und es folgte der irische Bürgerkrieg (1922-1923), der erst zur Gründung der Partei Fianna Fáil und 1932 zur Gründung der Republik Irland führte, mit Éamon de Valera als erstem Premierminister.

Der eigentliche Nordirland-Konflikt (engl. the Troubles) entstand aus der fortgesetzten Diskriminierung (meist katholischer) irischer Nationalisten und Republikaner durch (meist protestantische) Unionisten. Gegen die Politik der Ulster Unionist Party (UUP) ging ab den 1960ern die Bürgerrechtsbewegung Northern Ireland Civil Rights Association (NICRA) auf die Straße. Die gewaltsame Gegenwehr der Unionisten, der britischen Armee und der Royal Ulster Constabulary (RUC) lösten eine Gewaltspirale aus, an der maßgeblich paramilitärische Organisationen wie die Ulster Volunteer Force und die Provisional Irish Republican Army (PIRA, Provos) beteiligt waren.

Als Ereignisse werden hier erwähnt der Blutige Sonntag am 30. Januar 1972 in Derry (von 1998-2010 im Saville-Report aufgearbeitet) sowie die Bombenanschläge der IRA auf Margaret Thatcher und die britische Regierung im Grand Hotel in Brighton 1984 und in Manchester 1996.

1998 gipfelte der Friedensprozess im Karfreitagsabkommen, auch unter der Beteiligung von Sinn Féin unter Gerry Adams. Die Paramilitärs wurden daraufhin entwaffnet, die IRA hat sich offiziell 2005 aufgelöst, und Nordirland hat heute in Belfast wieder eine eigene Regionalregierung (neben dem Nordirlandministerium in London), in der Nationalisten wie Unionisten vertreten sind. Die im Laufe des Konflikts errichteten Friedenslinien (engl. peace lines) sollen bis 2023 wieder abgebaut werden.

Die Folge schließt mit einigen grundsätzlichen Reisehinweisen für Nordirland (mit einem Verweis auf Folge 33 zu nordirischen Pfund-Noten), einem persönlichen Hinweis auf mögliche Unregelmäßigkeiten in der Veröffentlichung zukünftiger Viva-Britannia-Folgen, und der Bitte, Hörerfragen für die Patreon-Sonderfolge doch an mail@vivabritannia.de zu schicken.

VB053 Sprache

Wie das Englische entstand

Ohne Akzent geht es nicht: Wie aus der Sprache der Angeln “the Queen’s English” wurde. Wo Wikinger für Gleichberechtigung sorgten, Normannen für den intellektuellen Touch und Chinesen für eine gewisse Würze. Dialektische Betrachtungen zwischen vermeintlichen Standards, umständlichem Deutsch und Flirts an der Supermarktkasse. Cheers, mate, text me on my mobile!

Die Geschichte der englischen Sprache beginnt nur am Rande bei den Kelten und Römern (wie in Folge 30 zu Wales erwähnt), sondern erst so richtig mit den Angeln, Sachsen und Jüten. Das bekannteste Werk des Altenglischen ist die Beowulf-Sage, als einzelnes Manuskript zu besichtigen in der British Library.

Durch den Einfluss der Normannen entstand das mehr französisch geprägte Mittelenglisch (wie in Folge 8 zum Essen erwähnt). Das bekannteste Werk dieser Zeit sind die Canterbury Tales von Geoffrey Chaucer.

Durch massive Veränderungen der Aussprache entstand das Frühneuenglisch, das wir von William Shakespeare (siehe Folge 32) und seinen Zeitgenossen kennen. Durch die Wortexplosion in der Industriellen Revolution und immer neue Lehnwörter aus dem Deutschen, Jiddischen und zahlreichen asiatischen Sprachen (auch dank der britischen Kolonialisierung und Handelsaktivitäten, siehe Folge 39) entstand das Moderne Englisch.

Beim Thema Standard-Englisch werden Akzente und Dialekte definiert und der Schriftstandard United Kingdom Standard Englisch (UKSE) – synonym für Oxford English, BBC English oder the Queen’s English – vom Aussprachestandard Received Pronunciation (RP) – synonym für BBC Pronunciation – unterschieden. Aktuelle Sprecher von RP – und insbesondere heightened RP – sind die königliche Familie (siehe auch Folge 14), Premierminister David Cameron und Naturfilmer David Attenborough.

Zu britischen Dialekten verweise ich auf Folge 5 von Anglophenia mit Siobhan Thompson, und in Folge 23 geht es um die richtige Aussprache britischer Ortsnamen.

Zum Schluss erwähne ich die Wörter mobile (für Handy), text (für SMS), cheers (für Prost, Danke und Tschüss) sowie die Anreden mate und love.

Mein eigenes Englisch kann man nun monatlich im englischen Podcast This Week in Germany hören (siehe auch Blog-Eintrag hier), und wer Viva Britannia finanziell unterstützen möchte, hat mit Patreon eine weitere Möglichkeit (siehe auch Blog-Eintrag hier).

Cheers!

VB041 Cornwall

Der warme Zipfel der Insel

Nach Schottland und Wales geht es um die dritte keltische Ecke Großbritanniens. Mit steilen Küsten, deftigen Pasteten, Streichrahm und Liebesschnulzen. Wo es drei Nationalheilige gibt, aber kein Zinn mehr. Wo das bekannteste Amphitheater nicht von den Römern stammt. Hier erfährt man, warum König Artus heimatlos ist, Marconi sich sicher beim ersten Mal verhört hat, und wie sich das ZDF einen Tourismuspreis verdiente.

Dem Thema Cornwall nähern wir uns zunächst über die ehemalige FH Fulda, London, Stonehenge, Wales (siehe Folge 30), Devon, Plymouth (siehe auch Folge 39) sowie die anderen Regionen des West CountriesDorset, Somerset, Gloucestershire, Wiltshire und Bristol.

Geschichtlich relevant sind Megalithkulturen, die Kelten, die Römer, König Artus und sein vermeintlicher Geburtsort Tintagel, die Normannen und Edward III. Religiös wird es mit Nonkonformisten, dem Erzengel Michael, St. Piran und St. Petroc. Wirtschaftlich fallen die Stichworte Zinn (für die Bronze-Herstellung) und Ton (für die Porzellan-Herstellung).

An geographischen Punkten werden erwähnt der South West Coast Path von Minehead nach Poole Harbour, Land’s End, Lizard Point, Bodmin Moor, Penwith, das Tamar-Tal (alles areas of outstanding natural beauty, AONB), die Orte St. Ives, Penzance und Newquay, sowie die markanten Punkte Land’s End und Lizard Point. Zur Halbinsel Lizard lässt sich noch einiges zu Ophiolith sagen, die Entdeckung von Mannakanit bzw. Titan durch William Gregor und die erste transatlantische Funkverbindung durch Guglielmo Marconi (siehe auch Folge 38).

Kulturell geht es um das Kornische, die Anerkennung der Kornen als nationale Minderheit, Bernard Leach, Barbara Hepworth, Piet Mondrian, die Tate St Ives, Virginia Woolf und ihre Romane Jacobs Zimmer und Zum Leuchtturm, D. H. Lawrence, Daphne du Maurier, William Golding,  David Cornwell alias John le Carré, Rosamunde Pilcher und u.a. ihren Bestseller Die Muschelsucher sowie die Buchverfilmungen im ZDF, die Claus Beling des British Tourism Award einbrachte. Weiter geht es mit den Piraten von Penzance von Gilbert & Sullivan, von Sven gesehen im Minack Theatre, gegründet von Rowena Cade; zum Thema Shakespeare sei auf Folge 32 verwiesen.

Zum kulinarischen Abschluss geht es (wie teilweise bereits in Folge 8) um Cider wie Bulmers, Strongbow oder Woodpecker, sowie um Cornish pasties und cream tea mit clotted cream.

P.S.: Hörer Stefan Kirsch war just um das Erscheinen dieser Folge herum in Cornwall im Urlaub. Er hat ein paar Impressionen per Twitter geteilt, unter anderem hier von der Küste und hier von einer Aufführung im Minack Theatre.

VB030 Wales

Das Land der Barden im wilden Westen

Eine keltische Nation in 15 Minuten voll grüner Landschaft, roter Gesinnung und schwarzem Schiefer, wo mit Kohle keine mehr zu machen ist. Von juristischen Vereinigungen, walisischen Prinzen und traditionellen Druiden, die alle keine sind. Über lange Küstenwege und Ortsnamen, über dunkle Nachthimmel und verschneite Berge, über fehlende Vokale und meisterlichen Gesang. Mit Richard Burton, Laura Ashley, Bergponys und Lawrence von Arabien. Croeso!

Zur geographischen Einordnung von Wales werden die englischen Regionen Cornwall, Devon, Somerset, Shropshire und Herefordshire erwähnt, sowie die Städte Bristol, Birmingham, Manchester und Liverpool, und der Fluss Severn.

In Wales selbst geht es um Cardiff, Swansea, Pembrokeshire (mit dem Pembrokeshire Coast National Park, dem Pembrokeshire Coast Path, Robben und Schweinswalen), den Ort Aberystwyth, die Halbinsel Anglesey, den Brecon Beacons National Park (inklusive walisischen Bergponys und “Dark Sky”-Gebiet), den Snowdonia National Park mit dem Berg Snowdon und den Penrhyn Quarry mit seinem Schiefer.

Im Zusammenhang mit den keltischen Nationen erwähnen wir Irland, Schottland, die Bretagne, die Insel Man und wieder Cornwall, und speziell zum Walisischen den längsten Ortsnamen Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch sowie die Provinz Chubut in Argentinien. Zu walisischer Kultur geht es um den Kulturwettbewerb Eisteddfod, Druiden und St. David.

Geschichtlich bedeutend sind die Römer, die Angelsachsen, die Artussage, die Normannen, Robin Hood, der Sieg von Edward I. gegen Llywelyn, die Ernennung von Edwards Sohn zum Prinzen von Wales und der Act of Union unter Heinrich VIII.

An Persönlichkeiten werden weiterhin erwähnt Rosamunde Pilcher, Prinz Charles (aka der Prinz von Wales), Tom Jones, Shirley Bassey, Bonnie Tyler, Duffy, Manic Street Preachers, Stereophonics, Catatonia, Lostprophets, Bullet for My Valentine, Richard Burton, Anthony Hopkins, Michael Sheen, John Rhys-Davies, Catherine Zeta-Jones, Dylan Thomas, Bertrand Russell, George Everest, Laura Ashley, T. E. Lawrence, Alfred Russel Wallace und die Labour Party. Für weiteres zur Politik des Vereinigten Königreiches, die Welsh Assembly und Plaid Cymru sei verwiesen auf die entsprechende Viva-Britannia-Folge 18.