VB030 Wales

Das Land der Barden im wilden Westen

Eine keltische Nation in 15 Minuten voll grüner Landschaft, roter Gesinnung und schwarzem Schiefer, wo mit Kohle keine mehr zu machen ist. Von juristischen Vereinigungen, walisischen Prinzen und traditionellen Druiden, die alle keine sind. Über lange Küstenwege und Ortsnamen, über dunkle Nachthimmel und verschneite Berge, über fehlende Vokale und meisterlichen Gesang. Mit Richard Burton, Laura Ashley, Bergponys und Lawrence von Arabien. Croeso!

Zur geographischen Einordnung von Wales werden die englischen Regionen Cornwall, Devon, Somerset, Shropshire und Herefordshire erwähnt, sowie die Städte Bristol, Birmingham, Manchester und Liverpool, und der Fluss Severn.

In Wales selbst geht es um Cardiff, Swansea, Pembrokeshire (mit dem Pembrokeshire Coast National Park, dem Pembrokeshire Coast Path, Robben und Schweinswalen), den Ort Aberystwyth, die Halbinsel Anglesey, den Brecon Beacons National Park (inklusive walisischen Bergponys und “Dark Sky”-Gebiet), den Snowdonia National Park mit dem Berg Snowdon und den Penrhyn Quarry mit seinem Schiefer.

Im Zusammenhang mit den keltischen Nationen erwähnen wir Irland, Schottland, die Bretagne, die Insel Man und wieder Cornwall, und speziell zum Walisischen den längsten Ortsnamen Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch sowie die Provinz Chubut in Argentinien. Zu walisischer Kultur geht es um den Kulturwettbewerb Eisteddfod, Druiden und St. David.

Geschichtlich bedeutend sind die Römer, die Angelsachsen, die Artussage, die Normannen, Robin Hood, der Sieg von Edward I. gegen Llywelyn, die Ernennung von Edwards Sohn zum Prinzen von Wales und der Act of Union unter Heinrich VIII.

An Persönlichkeiten werden weiterhin erwähnt Rosamunde Pilcher, Prinz Charles (aka der Prinz von Wales), Tom Jones, Shirley Bassey, Bonnie Tyler, Duffy, Manic Street Preachers, Stereophonics, Catatonia, Lostprophets, Bullet for My Valentine, Richard Burton, Anthony Hopkins, Michael Sheen, John Rhys-Davies, Catherine Zeta-Jones, Dylan Thomas, Bertrand Russell, George Everest, Laura Ashley, T. E. Lawrence, Alfred Russel Wallace und die Labour Party. Für weiteres zur Politik des Vereinigten Königreiches, die Welsh Assembly und Plaid Cymru sei verwiesen auf die entsprechende Viva-Britannia-Folge 18.

4 Kommentare

  1. Pingback: Vorhersage Montag, 10.03.2014 | die Hörsuppe

  2. Danke für die schöne Folge. Nur eine Anmerkung: Anglesey ist eine Insel, keine Halbinsel.

    Gruß aus London

    Andreas

  3. Danke für diese Folge, über die ich mich sehr gefreut habe, weil ich mich bei meinem allerersten Inseltrip vor ein paar Jahren tatsächlich für das kleine aber feine Wales entschieden hatte! Ich und ein paar Freunde hatten ein Ferienhaus in Caernarfon, so dass wir gut nach Snowdonia reinfahren konnten – die Landschaft ist wirklich eine Wucht!

    Fun-Fact am Rande, den du nicht erwähntest: In Wales gibt es doppelt so viele Schafe, wie Menschen 🙂

    Als Progressive Rock- und Artrock-Fan muss ich bei der Aufzählung bedeutender Musiker natürlich zwei Nachträge machen: Zum einen die walisische Progressive/Psychedelic-Band Man, die in ihren Alben immer wieder Hinweise auf den Nationalstolz der Waliser geben: Wenn man Mans Vinyl-Album “Be good to yourself, at least once a day” aufklappt, entfaltet sich folgende Karte (man beachte die Grenze zu England): http://www.manband.co.uk/misc/wales/map1024.jpg

    Zweiter bedeutender Musiker aus Wales ist natürlich John Cale, zusammen mit Lou Reed der kreative Kopf von The Velvet Underground.

    Und auch im Bereich Literatur muss ich einen meiner Lieblingsautoren nachtragen: Roald Dahl, geboren in Cardiff.

    Insgesamt wie immer eine Super-Folge, es sollte viel mehr Podcasts über die Kulturen anderer Länder geben.

    Habe auch mal in den “This Week In Germany”-Podcast reingehört, allerdings geht es mir dabei zu sehr um aktuelles Tagessgeschehen, spannender hätte ich gefunden, wenn es wie bei Viva Britannia mehr um die grundsätzliche Kultur geht.

  4. Die Folge ist großartig.
    Mir fehlt allerdings ein Hinweis auf die großartige Anlage “Portmeirion”, die der Architekt Clough William-Ellis ab 1925 fünfzig Jahre lang als Dorf in der Nähe des Örtchens Porthmadog an der nordwalisischen Küste angelegt hat.

    William-Ellis sammelte Teile abgerissener Herrenhäuser und baute aus diesen Teilen sein eigenes kleines Dörfchen in mediterranem (!) Stil. So dient, soweit ich mich erinnere, ein riesig dimensionierter Kaminvorsatz eines alten Herrenhauses als Frontseite eines Hauses.

    Die Atmosphäre dieses wie eine Theaterkulisse anmutenden “Dorfes” steht in seltsamem Kontrast zu der rauen Kargheit des Snowdonia-Nationalparks.
    Noel Howard schrieb dort im angeschlossenen Hotel wohnend das Stück “Blithe Spirit” und Portmeirion bot den passenden Hintergrund für die surreale TV-Serie “The Prisoner” (1967-68) mit Patrick McGoohan, eben wegen dieser stark unwirklichen Atmosphäre.

    Interessant ist auch der architektonische Einfluss: die geometrischen Formen, Pastellfarben, verkürzten Perspektiven Portmeirions fanden ihre Entsprechung in den “postmodernen” Bauten der 8o’er Jahre.

    Vielleicht ist dieser Ort –allein schon wegen seines Einflusses auf die (Pop-)Kultur– tatsächlich eine eigene Episode wert.

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